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Full House - Bundeschampionate 2011

Sogar in Indien sind die Warendorfer Bundeschampionate bekannt. Lt. Gen. Chetinder Singh AVSM, SM, VSM , Präsident der Equestrian Federation of India
Foto: Cornelia Dreyer-Rendelsmann

Warendorf. Vom 31. August bis 4. September öffnete Warendorf zum 17. Mal sein Schaufenster der Deutschen Pferdezucht. Full House auf ganzer Linie. Ob Wochentag oder –ende, die Besucher strömten samt Hund und Kind auf die Plätze, in die Ladenstraßen, zu den Parties oder auf Warendorfs Marktplatz. Bundeschampionat, der Catwalk für Nachwuchspferde und die dazugehörige Szene, war angesagt. Begünstigt wurde der Massenauflauf durch das tolle Sommerwetter, was sich nun endlich zum Ende der NRW Schulferien einstellte. Viele Familien hatten noch frei und nutzten dieses zum Familienausflug, so dass auch am Donnerstag bereits High Life an den fünf Prüfungsplätzen herrschte.

1400 Pferde hatten sich für die Championatsprüfungen qualifiziert, 1000 davon hatten zum Championat genannt. Die zunehmende Diskrepanz zwischen Qualifizierten und am Championat teilnehmenden Pferden scheint sich zu manifestieren. Längst schon ist die Qualifikation fürs Championat ein Marketinginstrument und wird bei all den Pferden genutzt, die keine reelle Chance auf die vorderen Platzierungen haben. Der Aufwand für den Besitzer mit Unterbringung von Pferd, Reiter und Besitzer sowie das Startgeld aber auch die nicht zu unterschätzende Belastung der jungen Pferde wird eingespart. Tendenz steigend!

Nicht unerhebliche Einbußen entstehen dadurch dem Veranstalter. Der Veranstaltung tut dies kaum weh, stellen sich die Aspiranten für den Sieg Jahr für Jahr ein und ermöglichen dem Zuschauer von nah und fern den Blick auf das Who ist Who der jungen Pferde, die hier nicht selten ihren neuen Besitzer finden.

Die Qualität der Besten 2011 ließ keine Wünsche offen. Hier gab es für jeden Spitzenqualität, ob beim Gelände,- Fahr- Dressur- oder Springpferd. Die 10,0 wurde manchesmal von den Richtern gezückt. Dem oberflächlichen Betrachter fielen die Unterschiede kaum auf, war das Niveau in der Breite hoch und damit manchmal schon langweilig. Dies wurde wettgemacht durch das Angebot der Ladenstraße. Lukullisch, aber auch in Sachen Zubehör konnten hier fast alle Wünsche erfüllt werden. Griff man früher zum frischen Bier, ist jetzt Wein und Champagner angesagt. Der Weinstand direkt am Reitpferdeplatz war der angesagte Szenetreff.

Die Bundeschampionate 2011 bestätigten den Trend rund ums Pferd. Spitzenqualität im Viereck und drumrum ist das was gewünscht und angenommen wird.

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24. Mai 2012

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