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DJM Voltigieren: Doppelsieg für Neuss-Grimlinghausen

Rheinländer holen Gold im Teamwettbewerb und bei den Einzeldamen / Brüsewitz dominiert bei Herren

Krumke (fn-press). Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Voltigieren in Krumke (Sachsen-Anhalt) gelang dem RSV Neuss-Grimlinghausen ein Doppelsieg. Der Verein aus dem Rheinland sicherte sich souverän Gold mit der Mannschaft im Teamwettbewerb. Zudem gewann Pauline Riedl (Neuss) bei den Einzeldamen. Titelverteidiger Thomas Brüsewitz (Garbsen) vom Landesverband Hannover dominierte bei den Herren.

Die erste Entscheidung des Tages fiel bei den U-18-Herren. Einmal mehr stellte Thomas Brüsewitz aus Garbsen mit seinem Trainer und Longenführer Lars Hansen seine eindrucksvolle Dominanz im Juniorenbereich unter Beweis. Nach dem Gold bei den Europameisterschaften in Le Mans sicherte sich der 17-Jährige auf seinem Erfolgspferd Gustafsson den nächsten Titel. Seine abschließende Kürvorstellung benotete das sechsköpfige Richtergremium mit der Wertnote 8,679. Damit verwies der Titelverteidiger die Konkurrenz mit der Endnote 8,172 sowie riesigem Abstand auf die Plätze. „Bei den Junioren voltigiert Thomas derzeit auf einem eigenen Level“, kommentierte Bundestrainerin Ursula Ramge (Warendorf), die dem Ausnahmetalent sogar eine Steigerung im Vergleich zur EM vor drei Wochen attestierte.

Auf Rang zwei landete der Championatsteilnehmer Alexander Schulten (Rhede). Der 18-Jährige zeigte auf Pafur (Longenführerin Birgit Zeits) die zweitbeste Kür des Tages (7,973) und kam in der Endabrechnung auf 7,725 Zähler. Benjamin Kley (Salzmünde), Bronzemedaillengewinner der EM vor drei Wochen, musste sich nach einem Sturz im Finale (Kürnote: 7,309) mit Platz drei zufrieden geben. Der 18-Jährige aus dem gastgebenden Landesverband Sachsen-Anhalt verteidigte seinen Vorsprung mit der Endnote 7,537 dennoch und sicherte sich damit den verbleibenden Podestplatz vor Florian Otten (7,267) aus Bremen. Kley war ebenfalls auf Pafur im Zirkel unterwegs, da sein Pferd Kontra die Verfassungsprüfung zum Auftakt der DJM nicht passierte.

Bei den U-18-Damen schaffte es lediglich eine Championatsteilnehmerin auf das Podest: Die EM-Fünfte Corinna Knauf (Köln) sicherte sich mit der zweitbesten Kür im Finale (7,953) noch den Bronzerang, nachdem sie zum Auftakt der DJM den Rücken ihres Pferdes Weltoni RS von der Wintermühle (Longenführerin Alexandra Knauf) unfreiwillig verlassen hatte, dafür hohe Abzüge kassierte und zwischenzeitlich nur auf Rang 25 lag. Mit ihrer Endnote von 7,478 Punkten verpasste sie am Ende sogar nur um den Wimpernschlag eines einzigen Tausendstel Pünktchens die Silbermedaille. 7,479 Zähler (Kürnote: 7,633) erhielt die Überraschungsstarterin dieser DJM, Natalie Kreuzer vom Landesverband Hessen, die sich mit ihrer Leistung auf Bill (Kyra Heinrich) für den Bundes-C-Kader empfahl. Sie war bislang auf Bundesebene noch nicht in Erscheinung getreten. „Auch ich kannte Natalie nicht“, gestand Bundestrainerin Ramge.

Die Tageshöchstnote am Finaltag – 8,019 – erhielt erneut Pauline Riedl vom RSV Neuss-Grimlinghausen. Der 17-Jährigen gelang in ihrem letzten Juniorenjahr der DJM-Durchmarsch zum souveränen Gesamtsieg. Auf Lugano (Jessica Schmitz) lag die Abiturientin schließlich mit 7,812 Punkten in der Gesamtwertung über drei Zehntel vor Kreuzer. Besonders hervorstechen konnte am Finaltag auch die Gesamt-Fünfte Sophie Hofmann aus Mainz. Die für den Landesverband Rheinland-Pfalz startende 15-Jährige erhielt 7,836 Punkte auf ihre Abschlussdarbietung (gesamt 7,401), beeindruckte insbesondere mit kreativen Überraschungsmomenten in ihrer Choreografie. Die Bundestrainerin zeigte sich beeindruckt. „Das war für mich die Kür des Tages“, kommentierte Ramge nach dem Auftritt des Nachwuchstalents. Hofmann war bereits bei der EM mit ihrem Partner Moritz Wolf (Mainz) im Wettbewerb des Doppelvoltigierens angetreten. Im Krumke voltigierte sie auf Paros (Heide Pozepnia). Rang vier der Gesamtwertung ging an Vanessa Hrastnik vom VV Ingelsberg (Bayern) auf Capucciono (Alexander Hartl).

Eine kleine Revanche ist derweil den U-16-Damen des RSV Neuss-Grimlinghausen gelungen. Beim CVI* im Juni unterlagen die Rheinländer an selber Stelle dem Juniorteam aus Hamburg mit lediglich 19 Tausendstel Punkten und verpassten die EM-Nominierung. Nach einigen Umstellungen in der Kürchoreografie im Vergleich zur bisherigen Saison überzeugten die Schützlinge um Longenführerin Katharina Steinberg nun und deklassierten das gesamte Feld. Auch die Hansestädter vom RVV Bad Oldesloe unterlagen deutlich.

Die Rheinländerinnen gewannen den dritten Umlauf auf ihrem Pferd Remake mit 8,666 Punkten und großem Abstand. 8,021 Zähler in der Endabrechnung bedeuteten die Titelverteidigung vor dem amtierenden Europameister aus Hamburg (7,709), der auf Ecestelli (Longenführer Kurt Isensee) 8,260 Punkte auf die abschließende Darbietung erhielt.

Auf den dritten Rang schob sich überraschend der RVV Schenkenberg vor. Die Mannschaft um Trainer und Longenführer Peter Wagner erhielt auf die finale Kür 8,063 Punkte. Die Sachsen, die auf dem erst siebenjährigen Wallach Santaro in den Zirkel der Pferdesportarena des RFTV Krumke eingelaufen waren, verbuchten in der Endabrechnung 7,428 Punkte. Die folgenden Ränge: 4. TPZ Heiler Hamm aus Westfalen (Endnote: 7,395), 5. VV Ingelsberg aus Bayern (7,373), 6. Franken-Junior-Team aus Bayern (7,348).

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24. Mai 2012

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