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EM Senioren-Voltigieren: Silber und Bronze für Deutschland
Sarah Kay knapp geschlagen / Viktor Brüsewitz verteidigt Medaille
Le Mans/FRA (fn-press). Sarah Kay (Sörup) hat bei den Europameisterschaften im Voltigieren in Le Mans Silber im Einzelvoltigieren gewonnen. Nach ihren Juniorentiteln 2008 und 2009 war es die erste Medaille bei den Senioren für die 18-Jährige, die sich Joanne Eccles aus Großbritannien um nur zwei Hundertstel Punkte geschlagen geben musste. In der Herrenkonkurrenz sicherte sich Viktor Brüsewitz (Garbsen) die Bronzemedaille hinter Patric Looser aus der Schweiz und dem Franzosen Nicolas Andreani.
Joanne Eccles hat ihre Nervenstärke in Frankreich einmal mehr unter Beweis gestellt und sich mit der besten Kür im abschließenden Umlauf (8,93 Punkte) die Goldmedaille erkämpft. Mit der Endnote 8,553 schob sich die Titelverteidigerin auf WH Bentley (Longenführer John Eccles) noch an Sarah Kay vorbei, die nach der Halbzeit in Front gelegen hatte. Die Deutsche erhielt am Finaltag auf dem Rücken von Tjekko 8,86 Zähler und kam insgesamt auf 8,533. „Sarah hat heute leider ein wenig mit angezogener Handbremse geturnt und nicht alle Höchstschwierigkeiten gezeigt“, analysierte Bundestrainerin Ursula Ramge, die sich dennoch nach drei Juniorenmedaillen am Vortag über das vierte deutsche Edelmetall freute. „Ich bin überglücklich und erleichtert“, sagte Kay, die in Le Mans ihren ersten wichtigen Wettkampf in der Saison 2011 ohne verpatzten Durchgang absolvierte. Ihr Longenführer Lasse Kristensen durfte sich gleich über wie Medaillen freuen.
Der Däne dirigierte neben Tjekko auch Ghost Alfarvad, das Pferd seiner Landsfrau Rikke Laumann, die sich nach 2009 erneut Bronze erturnte (8,152). Eccles, EM-Titelverteidigerin von 2009, hat sich mit dem Triumph in Le Mans bereits den dritten Championatstitel in Folge gesichert. Zuletzt war dieses Meisterstück dem Kölner Kai Vorberg gelungen, der zwischen 2004 und 2007 bei allen Titelkämpfen auf dem obersten Podest der Herreneinzelwettbewerbe stand. Die weiteren deutschen Starterinnen Kristina Boe (Husum) und Pia Engelberty (Köln) rangierten in der Endabrechnung in Frankreich auf den Rängen acht (7,924) und zehn (7,9). Boe war auf Le Beau (Winnie Schlüter) angetreten, Engelberty auf Weltoni RS von der Wintermühle (Alexandra Knauf).
Bei den Herren voltigierte der amtierende Weltmeister Patric Looser zu seinem zweiten Championatsgold. Mit der zweitbesten Abschlusskür verbuchte er am Ende 8,443 Punkte. Sein Triumph hat allerdings auch einen nicht unerheblichen deutschen Anteil. Die Kölnerin Alexandra Knauf hatte Pferd Record RS von der Wintermühle longiert. Besser als der Schweizer war im Finale nur Titelverteidiger Nicolas Andreani.
Der Franzose meldete sich nach seinem Sturz im ersten Umlauf zurück und schob sich von Platz vier nach Durchgang eins noch aufs silberne Podest vor. Auf seinem Pfer Idefix de Braize (Longenführerin Marina Dupon Joosten) kam er auf 8,35 Zähler. Viktor Brüsewitz, Bruder des frisch gekürten Junioreneuropameisters Thomas Brüsewitz, sorgte mit der Gesamtwertnote 8,204 für die deutsche Vertretung zur Siegerehrung. In der ersten Saison seines Pferdes Rockard gelang ihm nach durchwachsenen Leistungen auf vorangegangenen Turnieren die Überraschung. Der Sportsoldat durfte sich mit seinem Trainer und Longenführer Lars Hansen über Bronze freuen. „Ich war gekommen, um meinen fünften Platz von der letzten EM in Schweden zu verteidigen“, sagte Brüsewitz. Der 21-Jährige hatte der hervorragenden Platzierung nicht gerechnet: „Ich hätte es vorher nicht geglaubt.“ Seine Mannschaftskollegen Jannik Heiland (Seevetal) und Toren Jacobs (Ganderkesee) konnten sich beide noch verbessern. Heiland machte auf Gustafsson (Lars Hansen) einen Platz gut, stand am Ende auf Rang sechs. Jacobs schob sich mit Airbus (Irina Lenkeit) vom 13. auf den zehnten Platz vor. Daniel Kaiser
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