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Trennung: Bettina und Andrew Hoy im baldigen Scheidungs-Parcours?

Unser Archivfoto zeigt Bettina Hoy auf Watermill Stream bei den Europameisterschaften 1997 in Burghley, damals noch unter dem Mädchennamen Overesch unterwegs. Das Paar gewann Einzel-Gold.
Foto: Kit Houghton/FEI

Warendorf. In der Vielseitigkeitsszene waren sie lange das Vorzeigepaar überhaupt, das ist nun Geschichte. Deutschlands Erfolgsreiterin Bettina Hoy (49) und der Australier Andrew Hoy (52) haben sich getrennt. Das Gerücht über eine mögliche Trennung gärte schon seit einiger Zeit in der Pferdesportwelt, nun wurden die Spekulationen öffentlich. Gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa) sagte die aus Rheine stammende Buschreiterin (geb. Overesch): „Es hat lange gedauert, bis ich da rausgekommen bin, ich lasse mich nicht unterkriegen.“

Höhen und Tiefen kennzeichnen die sportliche Vita der erfolgreichsten Vielseitigkeitsreiterin Deutschlands. Dreimal DM-Gold (2002, 2004, 2006), 2006 der Weltmeisterschaftstitel mit der Mannschaft, 1984 Mannschaftsbronze bei den Olympischen Spielen und der Medaillenverlust bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen: Bettina Hoy und Ringwood Cockatoo waren der Trumpf im abschließenden Springwettbewerb. Nach der obligatorischen Einreitrunde überquerte sie die Startlinie, obwohl der Start noch nicht freigegeben war. Diese Panne brachten ihr 12 Strafpunkte ein und kostete das Mannschaft-Gold für Deutschland. Weitere sportliche Nackenschläge waren 2005 das plötzliche Ableben ihres Pferdes Woodsides Ashby bei einem Turnier in Kreuth und die Absage für die Olympischen Spiele 2008, ihr Pferd Ringwood Cockatoo fiel durch eine Verletzung aus.

Mit ihrem Mann Andrew hatte sie optimale Arbeitsbedingungen auf dem privaten Landsitz der britischen Prinzessin Anne, in Gatcombe Park (Gloucestershire im Südwesten der Insel), wo die Hoys auch wohnten. Zuhause wurde gemeinsam trainiert, auf den vielen Turnieren in aller Welt waren sie Konkurrenten. Vom königlichen Landsitz zog es das Paar nach Warendorf, um dort zu arbeiten - ihre königliche Vermieterin wollte die Pferdezucht ausbauen und verlängerte nicht den Pachtvertrag. Im Juni 2010 dann die Meldung, dass der Umzugswagen schon bestellt ist, es ging von Warendorf zurück auf die Kanalinsel, nach Farley Estate bei Reading, liegt zwischen London und Oxfort.

Das Glück währte nicht lange, nun hat Bettina Hoy nach der Trennung wieder ihren Wohnsitz in der Nähe von Warendorf. Ihre sportlichen Pläne ist die Teilnahme an den nächsten Olympischen Spielen 2012 in London. Ein weiteres „Standbein“ soll die Ausbildung von Vielseitigkeitspferden sein und auch das Training von anderen Reitern.

 

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24. Mai 2012

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