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Vielseitigkeit: Mr. Medicott in die USA verkauft
Neue Reiterin ist Karen O’Connor
Warendorf (fn-press). Die deutschen Vielseitigkeitsreiter müssen auf ein weiteres Spitzenpferd verzichten. Der irische Wallach Mr. Medicott wurde in die USA verkauft und steht somit der deutschen Equipe für die Olympischen Spiele 2012 in London nicht zur Verfügung. Mit dem zwölfjährigen Fuchs hatte Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt (Warendorf) zum Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong beigetragen und an den Weltreiterspielen im vergangenen Jahr in Kentucky teilgenommen.
Reinhard Wendt, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), erklärte: „Wir bedauern den Verkauf des Pferdes sehr. Auch wir hatten mit dem Besitzer in Kontakt gestanden und Modelle erarbeitet, wie wir Mr. Medicott mit Hilfe von Sponsorenbeiträgen für das DOKR sichern können. Aber wir haben Verständnis für eine andere Entscheidung.“
Pferdebesitzer Gerd-Hermann Horst (Hörstel) nahm ein Kaufangebot aus den USA an, betonte allerdings, dass er als Sponsor der deutschen Vielseitigkeit weiterhin erhalten bleibe und einen Teil des Kauferlöses in den Erwerb junger Pferde für Frank Ostholt investieren werde. Mr. Medicott wechselt in den Stall der US-amerikanischen Vielseitigkeitsreiterin Karen O’Connor.
Mr. Medicott ist der dritte Olympiakandidat, auf den die deutsche Vielseitigkeit nicht mehr zurückgreifen kann. Zuvor waren die internationalen Spitzenpferde Butts Leon (Andreas Dibowski) und Charly Weld (Kai Rüder) verkauft worden. Wendt: „Wir sind in der Disziplin Vielseitigkeit nach wie vor gut aufgestellt, aber weitere Ausfälle potenzieller Olympiapferde würden uns sehr schwächen.“
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