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EM Vielseitigkeit Junioren: Deutsche Mannschaft in Führung
Josephine Wilms auf Silberkurs
Vale Sabroso/POR (fn-press). Klein, aber fein ist das deutsche Aufgebot, das in diesem Jahr zu den Vielseitigkeits-Europameisterschaften der Junioren nach Vale Sabroso in Portugal ausgebrochen ist. Nur drei Paare vertreten die deutschen Farben, gerade genug um eine Mannschaft zu bilden. Eine starke Mannschaft, denn nach Dressur und Gelände hat das Trio die Nase vor den Teams aus Großbritannien und Frankreich.
Das beste Ergebnis für die deutsche Mannschaft erzielte Josephine Wilms (Bergkamen) mit Corvette D. Die 17-Jährige ist die Einzige mit EM-Erfahrung. Im vergangenen Jahr gewann sie in Bad Segeberg Gold mit dem deutschen Team. Wilms kam im Viereck auf 44,0 Minuspunkte und konnte dieses Ergebnis mit einer fehlerfreien Runde im Gelände halten. Sie liegt damit auf Platz zwei der Einzelwertung hinter Emily King, der Tochter der britischen Championatsreiterin Mary King, mit Mr. Hiho (41,9).
Tapfer geschlagen haben sich aber auch die beiden EM-Debütanten. Franziska Kristin Dennersmann (Dortmund) ging heute mit Rantanplan Z als erste Deutsche auf die Geländestrecke und kam nicht nur fehlerfrei, sondern auch haargenau innerhalb der erlaubten Zeit ins Ziel. Mit 48,1 Minuspunkten liegt sie damit vor dem abschließenden Springen auf Platz sechs in der Einzelwertung. Charlotte Sophia Hachmeister (Aurich) brauchte mit Kassio sieben Sekunden länger als ihre Teamkollegin und musste sich dafür 2,8 Strafpunkte zu ihrem Dressurergebnis von 46,5 Minuspunkten anrechnen lassen.
3,6 Minuspunkte – weniger als ein Springfehler – trennt die deutsche Mannschaft (141,4 Minuspunkte) nach Dressur und Gelände von den Briten (145,0). Frankreich folgt mit 147,5 Minuspunkten, so dass es morgen im Springen noch einmal spannend wird. „Unsere Reiterinnen haben heute alles richtig gemacht. Dass es hier auch mit den beiden völlig championatsunerfahrenen Paaren so gut laufen würde, hätten wir im Vorfeld kaum erwartet. Alle drei sind in der nicht einfachen Situation über sich hinaus gewachsen und haben dem Druck, der auf ihnen lastete, standgehalten. Das allein ist schon eine Superleistung, egal wie es morgen ausgeht“, sagte Andreas Ostholt (Warendorf), der als Trainer die deutschen Junioren zusammen mit Equipechef Rüdiger Schwarz (Sassenberg) in Portugal betreut.
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