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WM der jungen Vielseitigkeitspferde: Charlie Weld ist Weltmeister
Vizemeister-Titel für Mighty Magic
Le Lion d'Angers/FRA (fn-press). Fast wäre es ein Sieg im Doppelpack geworden: Bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde im französischen Le Lion d'Angers verpasste der sechsjährige Holsteiner Hengst Mighty Magic v. Mytens xx - Heraldik xx unter dem Sattel von Mannschafts-Olympiasieger Andreas Dibowski (Egestorf) knapp den ersten Platz, während der siebenjährige Hannoveraner Saaten-Unions Charlie Weld unter Kai Rüder (Blieschendorf) in seiner Altersklasse von der Dressur an zum Titelgewinn durchstartete.
Lediglich vier Strafpunkte für einen Abwurf im Springen mussten sich Rüder und Charlie Weld zum Dressurergebnis addieren lassen. Damit beendete das Paar die als internationale Zwei-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung (CCI**) ausgeschriebene WM mit einen Endstand von 46,20 Minuspunkten. Dank des Sieges hat der Fehmaraner nun den zweiten "Weltmeister" im Stall, denn seit Kurzem steht auch Horstfeldes Libero, 2005 mit Janet Wiesner Weltmeister der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde, in seinem Beritt.
Auf dem Silber- beziehungsweise Bronzerang landeten in diesem Jahr bei den Siebenjährigen zwei aus französischer Zucht stammende Pferde: Oslo, geritten vom Briten William Fox-Pitt (48,7) und Opgun Louvo, vorgestellt vom Warendorfer Perspektivgruppenmitglied Sandra Auffarth (49,1). Aus deutscher Zucht stammt dagegen der fünftplatzierte Barny. Der Holsteiner v. Barnaul xx - Cornetto, Zweiter bei den Bundeschampionaten in Warendorf im vergangenen Jahr, beendete die WM in Lion d'Angers mit seiner schwedischen Reiterin Malin Larsson mit seinem Dressurergebnis von 51,90 Minuspunkten.
Es hätte ein Doppelsieg in Lion d'Angers werden können. Doch wie Kai Rüder leistete sich auch Andreas Dibowski mit Mighty Magic einen Abwurf im Springen (Endstand 48,4). Er vergrößerte damit seinen Abstand auf den führenden Franzosen Mathieu Lemoine, der mit dem Selle Petrus francais de la Triballe fehlerfrei blieb und sich damit den Titel in der Altersklasse der sechsjährigen Pferden nicht nehmen ließ (42,2).
Auf dem Bronzerang landete auch bei den Sechsjährigen ein deutscher Reiter: Frank Ostholt (Warendorf) mit dem ZfdP-Wallach Sir Medicott v. Campbell - Bayliss xx (48,7). Ebenfalls unter den ersten Zehn landete der Vorjahres-Bundeschampion FRH Butts Avedon v. Heraldik xx - Kronenkranich xx. Auch er wurde von Andreas Dibowski vorgestellt und konnte sich dank einer fehlerfreien Gelände- und Parcoursrunde vom 21. Platz nach Dressur auf den neunten Platz vorarbeiten (55,7).
Insgesamt bewarben sich 53 Siebenjährige sowie 42 Sechsjährige um die Titel. In der Zuchtverbandswertung hatte mit 150,8 Punkten der französische Zuchtverband (Stud Book du Cheval de Selle Français) die Nase vorn, gefolgt vom Hannoveraner Zuchtverband (156,2). Für diesen punktete nicht nur Saaten-Unions Charlie Weld, sondern auch Lanzelot v. Lauries Crusador xx (Reiter Elmar Lesch, Bavendorf, 54,9) und Princesse Pilot v. Prestige Pilot (Reiter Aurelien Kahn, Frankreich, 55,10), die bei den Siebenjährigen die Plätze sieben beziehungsweise acht belegten.
Die Bronzemedaille durften die Holsteiner mit nach Hause nehmen (180,6). Sie schickten neben Mighty Magic und Barny auch den siebenjährigen Chippieh v. Carnaby GL - Copenhagen (Reiter Jens Borgmann, Fröndenberg) erfolgreich ins Rennen (68,2/Platz 19).
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