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SPORT: Doppelspitze Bundestrainer für Springreiter kommt näher

Bundesinnenministerium stellt Mittel zur Verfügung / Otto Becker lehnte dankend ab

Warendorf. Die Doppelspitze bei der Besetzung des Bundestrainer-Amtes bei den Springreitern ist in greifbare Nähe gerückt.

Die FN hat die nötigen Absprachen mit dem Bundesinnenministerium als wichtigsten Finanzier des deutschen Spitzensports geklärt und grünes Licht für eine solche Lösung bekommen. Man ist übereingekommen, daß man sich im Falle einer Doppelspitze die Kosten für die Trainer teilen würde.

Damit scheint festzustehen, daß die Doppelspitze bei der FN das derzeit favorisierte Modell für die Betreuung der Springreiter in der Zukunft zu sein. Die guten Gründe für eine Doppelspitze sind vielfältig:

  • die große Anzahl von Team-Einsätzen und Turnieren
  • eine stärkere Einbeziehung der Junioren und der jungen Reiter in den Spitzensport
  • eine bessere örtliche Aufteilung und nicht zuletzt
  • eine gegenseitige Kontrollfunktion

Zwischenzeitlich laufen die Verhandlungen auf Hochtouren. Der einzige, der bisher offiziell Interesse an dem Job angemeldet hat und bei Sportlern und Beobachtern wie Paul Schockemöhle gleichermaßen auf Rückhalt trifft, ist der ehemalige Nationenpreisreiter Heinrich-Hermann Engemann. Einer, der sich noch ziert, ist der in der Reitsport-Öffentlichkeit vor allem als vollständig unabhängig benannte und damit gewünschte Otto Becker – er gibt bei Nachfragen immer wieder an, dass er noch einige Jahre reiten möchte.

Wunschkandidat Otto Becker steht für den Bundestrainer-Job nicht zur Verfügung, er möchte lieber reiten.
Foto: Heinz Kieslich

Dabei scheint eine Lösung als „Spielertrainer“ sowohl für die Athleten als auch für den Verband ausgeschlossen: Interessenkonflikte wären vorprogrammiert und würden den entscheidenden Vorteil von Becker zunichte machen. Derzeit führt die FN Gespräche mit den potentiellen Kandidaten „Wir reden mit allen, die Interesse haben“, erklärte Peter Hofmann in seiner Funktion als Vorsitzender des DOKR-Springausschusses nach einigen Presseberichten gegenüber der Nachrichten-Agentur DPA: „Wir wollen uns später nicht vorwerfen lassen, dass wir einen nicht angehört haben.“ Bei soviel Einsatz müsste das richtige Tandem ja in absehbarer Zeit zu finden sein.

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24. Mai 2012

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