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Springen: Zukunft der Super-League

FEI-Vizepräsident Sven Holmberg stellt teure und erweiterte Serienidee vor

Barcelona. Im Rahmen des CSIO Barcelona hat der Vizepräsident des Weltverbandes FEI, der Schwede Sven Holmberg, Teile des neuen Konzeptes für die Nationenpreis-Serien Super-League und der Nations Cups vorgestellt.

Den Rückzug von Titelsponsor Samsung nach fünf Jahren nutzt die FEI, um gleich mehrere Veränderungen in Modus und Konzept vorzunehmen.

Kein Wunder, denn die Zeit wird knapp. Erst seit dem 1. Januar 2008 erlaubt der langjährige Vertrag mit Samsung dem Weltverband überhaupt erst, mit potentiellen Neu-Sponsoren Verhandlungen auf zu nehmen. „Hintergrund der Veränderungen, die wir vornehmen möchten, ist das langfristige Ziel, mehr Nationen auch außerhalb Europas einzubinden und sie zu befähigen, auf dem Spitzenniveau zu partizipieren, „so Holmberg im Rahmen einer Pressekonferenz. „Es gab am existierenden Format immer wieder die Kritik, dass es sich um eine Art ´closed shop` handelt, mit wenig Möglichkeiten für neue Länder dort hineinzukommen und den immer gleichen Ländern, die nach der Relegation auch wieder aufsteigen."

Das neue Konzept wurde erstmals in Interlaken präsentiert, in Aachen beim CHIO und jetzt zuletzt am Sitz des Weltverbandes in Lausanne diskutiert. Die markanten Veränderungen beziehen sich auf die Dotierung der Super-League-Turniere und die Zahl der Serien. Künftig soll es maximal acht Super-League-Events mit zehn teilnehmenden Mannschaften geben und einem automatischen Startrecht für eine Mannschaft des gastgebenden Landes - sofern es nicht qualifiziert ist.

Achtbar nimmt sich das Preisgeld aus: Jede Nationenpreis-Prüfung soll mit 300.000 Euro dotiert sein, die vom Titelsponsor sicher zu stellen ist, zudem wird im Großen Preis der Top-Turniere nochmals ein Preisgeld von 300.000 Euro ausgeschüttet - das soll nach dem Willen der FEI der Veranstalter sicher stellen. Diese Nachricht dürfte vor allem die europäischen und amerikanischen Spitzenreiter erfreuen, ob es den ´closed shop` öffnen kann, darf wohl getrost bezweifelt werden, steigt doch die Motivation der Arrivierten angesichts solcher Aussichten. Immerhin ist es ja auch kein Zufall, dass die immer gleichen Nationen die Super League bestücken.

2009 umfasst die Super-League-Serie bislang die CSIO in La Baule, Rom, St. Gallen, Falsterbo, Rotterdam, Aachen, Hickstead und Dublin. Die Hauptstadt der irischen Republik - die grüne Insel plant, sich um die Weltreiterspiele 2016 zu bewerben - wird damit Finalstation, doppelte Punkte wird es im Finale künftig übrigens nicht mehr geben. Pro teilnehmende Nation sind fünf Reiter mit 12 Pferden startberechtigt.

Die FEI beabsichtigt zudem, eine zusätzliche NC-Kategorie einzuführen. Auf drei Ebenen sollen künftig Nationenpreise möglich sein, allen voran die Super-League auf Spitzenniveau, darunter die „Förderebene" mit Turnieren vom CSI2* bis zum CSI5*- Level und die kleinste Stufe - Nationenpreise auf CSI2*-Niveau. Die Perspektive ist zunächst auf ein Jahr beschränkt, dann sollen die ersten Erfahrungen ausgewertet werden.

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24. Mai 2012

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