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Klaus Otte-Wiese in bester Trophy-Form
Warstein. Der erste Tag der Warsteiner Champions Trophy war eindeutig westfälisch geprägt: Bernd Schulze Topphoff (Havixbeck) gewann zum Auftakt das nationale S-Springen, und dann kam Klau Otte-Wiese aus Sundern mit seinen Nachwuchspferden und sicherte sich gleich zweimal goldene Schleifen.
Die Stute Leena gehört einem befreundeten Züchter, Liostro pilotierte Wiese für einen Arbeitskollegen durch die Warsteiner Youngster-Tour und dann sauste der Springreiter auch schon nach Hause, um die sechsjährige Stute und den sieben Jahre alten Wallach wieder in die heimische Box zu bringen und Candlelight zu holen. Damit die Pferde in ihrem vertrauten Stall stehen können, nimmt Wiese einige Extra-Kilometer auf sich. Mit dem achtjährigen Candlelight war Otte-Wiese schon bei der so genannten kleinen Trophy in Warstein erfolgreich. „Jetzt soll er zum ersten Mal schwere Prüfungen gehen“, hat der Reiter beschlossen.
Im Eröffnungsspringen auf Platz drei und vier ein Reiter, mit dessen Rückkehr in den Sport man in diesem Jahr nicht unbedingt rechnen konnte. Lutz Gripshöver (Werne) freute sich über die Platzierungen mit Amaretto und Pontifee. Der Profi hatte im April einen Pferdehuf mitten ins Gesicht bekommen, erlitt schwere Brüche – Schädelbasis, Ober- und Unterkiefer, Nasenbein. „Eigentlich alles, was kaputt gehen kann“, räumt Gripshöver ein.
Seit knapp zwei Monaten ist er wieder im Sattel und zumindest gelegentlich auf Turnieren und freut sich einfach über jede ordentliche Runde, auch wenn die Belastbarkeit noch nicht vollständig wieder hergestellt ist. Hauptsache gesund, sagt der 38 Jahre alte Pferdewirtschaftsmeister, der gerade erst Vater wurde – Lutz junior ist zwei Wochen alt.
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