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EM Springen Jardy: Deutsche Junge Reiter gewinnen Mannschaftsgold
Jardy/FRA (fn-press). Die deutschen Jungen Reiter sind Mannschaftseuropameister. Mit einem Endstand von nur fünf Strafpunkten sicherte sich die deutsche Mannschaft bei den EM der Nachwuchsspringreiter in Jardy bei Frankreich die Goldmedaille und machte damit Bundestrainer Dietmar Gugler (Pfungstadt), der zum Jahresende sein Amt abgibt, ein gelungenes Abschiedsgeschenk. Zuletzt holte ein deutsches Junge-Reiter-Team im Jahr 2005 den Titel in der Mannschaftswertung.
Ein Geschenk mit Ansage: "Das hat mir Andreas Kreuzer schon in Hagen versprochen", sagte der scheidende Trainer lachend. Der 19-jährige Reiter aus Marienheide meinte es offensichtlich ernst mit seiner Ankündigung, denn er legte mit mit Jumex Sport Atlantus dank zweier Nullrunden die Basis für den deutschen Sieg. Zwar lagen er und seine Kollegen, Katrin Eckermann (Kranenburg) mit Carlson, Lars Grafmüller (Rheine) mit Induction und Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) mit Rubin-Ascot nach dem ersten Umlauf noch Kopf-an-Kopf mit dem niederländischen Team in Führung.
Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Mannschaften fünf Strafpunkte auf dem Konto. Doch in der zweiten Runde blieben bis auf Lars Grafmüller (4/8) alle deutschen Reiter fehlerfrei und konnten damit das Ergebnis aus der ersten Runde halten. Anders die Niederländer, die sich im zweiten Umlauf zehn Punkte hinzuaddieren lassen mussten. Damit fielen sie in der Endabrechnung noch hinter die Schweden (Endstand: zwölf Punkte) zurück und holten Bronze. Insgesamt bewarben sich Teams aus 13 Nationen um den Titel.
Dank der "Doppel-Null" verschaffte sich Andreas Kreuzer aber auch gute Aussichten für Sonntag, wenn es um die Vergabe der Einzelmedaillen geht. "Unsere Chancen mit drei Reitern unter den ersten Zehn sind gut", sagte Gugler. So musste sich Katrin Eckermann, die im ersten Wertungsspringen Platz acht belegte, heute nur einen Zeitstrafpunkt hinzuaddieren lassen. Für Patrick Stühlmeyer schlug nur ein einziger Abwurf zu Buche. "Unsere Reiter haben hier wirklich bis zum letzten Sprung gekämpft", freute sich auch die deutsche Equipechefin Heidi van Thiel (Essen).
Pech hatte lediglich der als Reservist kurzfristig nachgerückte Wolfgang Puschak (Bonstetten) mit Umare. Er hatte bereits im ersten Springen drei Abwürfe und musste sich heute 38 Strafpunkte anrechnen lassen. Damit wird er nicht ins Finale einziehen, für das die besten 60 Prozent aus der ersten und zweiten Wertungsprüfung zugelassen sind.
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