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Holger Wulscher gewinnt die VR-Classics in Neumünster
Der Niederländer Edward Gal holte den Sieg im Dressurwettbewerb
Neumünster. Nach einem „Katastrophenjahr“ wie 2009 und dadurch bedingte nicht ausreichenden Platzierungen gelang es dem Meckenburger Holger Wulscher beim VR Classics in Neumünster der großer Wurf: Der Springreiter gewann am Sonntag das mit 38.000 Euro dotierten Großer Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken gesponserten abschließenden Springprüfung der Klasse S.
Es war das erste Mal in der Geschichte der inzwischen seit 60 Jahren andauernden Geschichte des international besetzten und als „das Turnier Schleswig-Holstein“ bezeichneten Hallenturniers des nördlichsten Bundesland bezeichneten Turniers, dass es kein Stechen gab. Holger Wulscher mit seinem von Hans-Werner Ritters in Dithmarschen gezüchteten elf Jahre alten Hengstes Cefalo gewann das Turnier in der ersten Runde fehlerfrei mit 65,89 Sekunden vor dem Niederländer Mathjis van Asten hätte auf Chester Z, einem ebenfalls elf Jahre alten Zangersheider Hengst von Calvaro, dem Paar noch ein Stechen bescheren können, doch ein Zeitfehler (1/66.34 Sek) warf auch dieses Paar aus dem Rennen. Dritter im Feld aus 34 Teilnehmern wurde Routinier Ludger Beerbaum, der auf Couleur Rubin eine Spitzenzeit hinlegte, jedoch mit einem Abwurf das Stechen ebenfalls verpasste (4/61,25 Sek.)
Ohne Stechen ging der Große Preis zur 60. Auflage des VR Classics Neumünster in diesem Jahr zu Ende. Denn Holger Wulschner, der auf Gut Groß Viegeln vor den Toren Rostocks zuhause ist, gelang in einem gut besetzten, internationalen Teilnehmerfeld auf dem elfjährigen Holsteiner Caretino-Sohn Cefalo die einzige fehlerfreie Runde. „Das war nach meinem Katastrophenjahr von 2009 erstmals wieder ein erfreuliches Ergebnis“, sagte Holger Wulscher nach seinem Sieg. Er hatte manches Mal schon daran gedacht „nur zu Hause noch Training zu geben“, sagte der sympatische Springreiter aus Mecklenburg-Vorpommern.
Bester Schleswig-Holsteiner wurde der 21jährige André Schröder (Lentföhrden), der mit seinem elf Jahre alten Wallach Window mit 4 Fehlerpunkten auf Platz 5 kam.
Totilas Gewann mit Edward Gal den Grand Prix de Dressage
Die Dressurwettbewerbe der 60. Auflage des Reitturniers VR Classics in der Holstenhalle lockten so viele Zuschauer an wie niemals zuvor. Der Grand Prix de Dressage, Preis der Madeleine Winter-Schulze, lockte schon am Sonntag-Vormittag 4.000 Zuschauer und vor allem auch etliche Fans an die Leinwand in Halle fünf. Einfach jeder wollte Totilas und Edward Gal sehen und wie schon so oft gewann das derzeitige „Traumpaar“ der Szene die Qualifikation zur Weltcup-Kür. Allerdings mit nicht so deutlichem Abstand wie sonst. Die ersten drei Reiter bewegten sich zwischen 77 und 82 Prozent und heißen Gal, Adelinde Cornelissen (Niederlande) mit Jerich Parzival und Isabell Werth (Rheinberg) mit Warum Nicht. Die Mannschafts-Olympiasiegerin freute sich trotz „einiger kleiner Fehler“ über ihren großen Hannoveraner Fuchs Hannes: „Er ist offenbar in den vergangenen Monaten gereift, er hat sich heute gar nicht mit den Blumentöpfen am Rand beschäftigt, was mir in der Vergangenheit ja manchmal Probleme beschert hat.“ Zufrieden aber nicht ohne selbstkritische Anmerkungen auch Edward Gal: „Totilas war heute doch ein wenig gespannter, aber das hat sich in der Prüfung dann gelegt.“ Mit standing ovations feierten die Zuschauer den sich spektakulär bewegenden Hengst, der auch Springreiter in seinen Bann zieht.
Mercedes-Benz Cup für Markus Renzel
Den mit 20.000 Euro dotierten Mercedes-Benz Cup, präsentiert von Süverkrüp + Ahrendt, sicherte sich der Westfale Markus Renzel aus Oer-Erckenschwick mit dem neun Jahre alten Hengst Christoph Columbus. „Ich habe auch ein wenig Glück gehabt, hatte aber auch das Gefühl, dass die Zuschauer mir fast geholfen haben“, so Renzel. Im Stechen der schweren Springprüfung kalkulierte der Profi klug und blieb in 35,69 Sekunden fehlerfrei. Bei so viel Tempo im Stechen gehe einem tatsächlich das Herz auf, räumte Dr. Wolf-Dieter Niemann, Geschäftsführer von Süverkrüp + Ahrendt, ein. Erst dahinter reihten sich der Schwede Rolf-Göran Bengtsson mit Quintero La Silla und der Schleswig-Holsteiner Jörg Naeve (Bovenau) mit dem neun Jahre alten Calado ein. Naeve ergriff die Chance, um Paul Schockemöhle zu danken, der erstmals alle Holstenhallen nutzt: „Das ist wirklich eine Verbesserung für uns Reiter und auch für die Pfleger.“
Ehre wem Ehre gebührt….
Erst wurde bereits am Mittwochabend Karl-Friedrich von Holleufer aus Neumünster, Fahrausbilder und Sprecher der Regionalgruppe SH der Persönlichen Mitglieder ausgezeichnet – er hat nicht nur die Zahl der Veranstaltungen, sondern auch die Zahl der Mitglieder deutlich erhöht – dann folgte während der VR Classics eine sportliche Ehrung. Dressurreiterin Marie-Theres Bahn vom Verein Pferdesport Granderheide erhielt aus der Hand des FN-Präsidenten Breido Graf zu Rantzau das Goldene Reitabzeichen, das frühestens nach zehn Siegen in Dressuren der schweren Klasse verliehen werden kann.
Neumünster in Zahlen
Preis Nagel Unternehmensgruppe, 'Championat der Pferdestadt Neumünster Dressur' Nat. Grand Prix Special GPS-Tour
1. Nathalie zu Sayn-Wittgenstein (Dänemark) mit Rioletto, 1732 Punkte; 2. Carola Koppelmann (Warendorf)mit Insterburg TSF, 1713;
3. Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg) mit River of Joy, 1634;
4. Petra Wilm (Tasdorf) mit King Arthur TSF, 1578;
5. Insa Hansen (Hagen) mit Calvados, 1554;
6. Miriam Henschke (Steinhagen) mit Lord Sinclair, 1548;
Qualifikation zum FEI World Cup™ Dressage präsentiert von der VR Bank Neumünster und der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG Int. Grand Prix de Dressage - Kür mit Musik World Cup Tour
1. Edward Gal (Niederlande) mit Moorlands Totilas, 87.600 Punkte;
2. Adeline Cornelissen (Niederlande) mit Jerich Parzival, 82.500 Punkte; 3. Isabell Werth (Rheinberg) mit Warum nicht FRH, 81.400 Punkte;
4. Nathalie zu Sayn-Wittgenstein (Dänemark) mit Digby, 77.500 Punkte;
5. Carola Koppelmann (Warendorf) mit Le Bo, 76.800 Punkte;
6. Jeannette Haazen (Neeroeteren) mit Nartan, 75.150 Punkte;
Großer Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken Int. Springprüfung mit Stechen (1.55 m) FEI - Art. 238.2.2 Große Tour
1. Holger Wulschner (Groß Viegeln) mit Cefalo, 65.89 Sekunden/0 Strafpunkte;
2. Mathijs van Asten (Niederlande) mit Vdl Groep Chester Z, 66.34/1;
3. Ludger Beerbaum (Hörstel) mit Couleur Rubin, 61.25/4;
4. Gilbert Böckmann (Lastrup) mit No father's girl, 62.18/4;
5. Andre Schröder (Lentföhrden) mit Window, 62.31/4;
6. Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) mit Quintero la Silla,63.22/4;
sh:z Preis Youngster Cup - Finale Int. Springprüfung mit Stechen (1.40 m) FEI - Art. 238.2.2
1. Ludger Beerbaum (Hörstel) mit Carmelita, 37.09 Sekunden/0 Strafpunkte;
2. Christian Ahlmann (Marl) mit Lorena, 38.05/0;
3. Inga Czwalina (Klausdorf a.Fehmarn) mit Quintessa, 38.99/0;
4. Jörg Naeve (Ehlersdorf) mit Top Gin, 39.12/0;
5. Henrik von Eckermann (Hörstel) mit Echt Stark, 39.51/0;
6. Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) mit Clarimo, 42.54/0;
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