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Albert Zoer - Titelverteidigung im Championat von Leipzig
Deutsche Reiter hatten das Nachsehen
Leipzig. Noch am Freitag nach dem Sieg im Preis der VNG bekundete Albert Zoer (NED), dass er sich „nie an das Siegen gewöhnen wird“, keine 24 Stunden später war klar, dass er gleichwohl einiges dafür tut, eine schöne Gewohnheit zu entwickeln: Mit dem quirligen Wallach Sam gewann Zoer das Championat von Leipzig.
Damit gelang zweierlei: Zum einen die Titelverteidigung, denn auch 2009 konnte der Weltranglistenerste das Championat von Leipzig für sich entscheiden, zum anderen hat der 34-jährige zum ersten Mal überhaupt ein Auto gewonnen – am Freitag und dann gleich noch eins am Samstag. Wenn das so weitergeht…. Die Sympathien des Publikums in der ausverkauften Messehalle 1 waren dem niederländischen Springreiter gewiss.
Zweite wurde mit ihrer französischen Stute Myrtille Paulois – genannt Myrti – die Irin Jessica Kürten vor dem Olympiazweiten Rolf-Göran Bengtsson. An Position vier folgte mit dem Münchner Max Kühner auf Acantus GK der beste Deutsche.
Erste Dressur-Tour entschieden, zwei deutsche Erfolge beim Voltigieren
Daniel Kaiser (Delitzsch) und Ines Jückstock (Hoisbüttel) hatten gut lachen: Er gewann die Herrenkonkurrenz der Master Class, sie obsiegte wie schon oft im Damenfeld und beide bescherten dem internationalen Voltigierturnier bei der PARTNER PFERD damit einen deutschen Doppelerfolg. Teilnehmer aus sechs Nationen zelebrierten Akrobatik auf dem Pferderücken, darunter der zweimalige Weltmeister Kai Vorberg (Köln), Tschechiens Vorzeigevoltigierer Lukas Klouda und Gero Meyer (Nutteln), der ebenfalls zu den Routiniers des Voltigiersports zählt.
Offen verwundert zeigten sich Kaiser und Jückstock über die Zurückhaltung der Frauen in der internationalen Szene, denn einige gute Voltigiererinnen fehlten. „Dafür gibt es keine Erklärung wie etwa Terminschwierigkeiten,“ merkte auch Ines Jückstock an. PARTNER PFERD Chef Volker Wulff kündigte an, dass es in Leipzig Gespräche mit Vertretern der FN gegeben habe, um das Thema Weltcup im Voltigieren bei der FEI zu befördern, in jedem Fall soll es künftig eine Hallenserie geben.
Die erlebt Daniel Kaiser dann möglicherweise schon als verheirateter Mann. Gleich nach seiner Show mit Gruppenvoltigieren (u.a. mit den Springreitern Tobias Meyer, Mylene und Mynou Diederichsmeier) kam Kaiser nochmals in die Arena und machte seiner Freundin Katja einen Heiratsantrag: Hohes Risiko – immerhin rund 9.000 Zuschauer lauschten – mit viel bejubeltem Ende, denn die Dame seines Herzens stimmte zu. Nebenbei bemerkt, es war in 13 Jahren der erste offizielle Heiratsantrag bei der PARTNER PFERD.
Fröhlich sah auch Marcela Krinke-Susmelj drein. Die Schweizerin beendete ihre PARTNER PFERD-Premiere mit dem Sieg in der Grand Prix Kür auf Corinth. Mit über 73 Prozent zog sie an der Grand Prix-Siegerin Christine Eglinski vorbei. Für die Reiterin ist es der erste Start beim Leipziger Kult-Turnier. „Ich habe es nicht bereut, hergekommen zu sein,“ gab Marcela Krinke-Susmelj vergnügt „zu Protokoll“. Der letzte Tag der 13. PARTNER PFERD begann um 8:20 Uhr mit dem Grand Prix Special, dem dritten Championatsklassiker.
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