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VNG-Preis für die Nummer eins der Springreiterwelt – Albert Zoer
Leipzig. Er war ganz klar der Schnellste: Albert Zoer aus den Niederlanden gewann mit Sam den Preis der VNG, die Qualifikation für die Weltcup-Prüfung am Sonntag. „Ans Gewinnen werde ich mich nie gewöhnen, aber ich habe es so gern“, freute sich die Nummer eins der Springreiter-Weltrangliste.
Rund 9000 Zuschauer feierten den Niederländer, der im vergangenen Jahr das Championat von Leipzig gewann. Hinter Zoer reihte sich ein Premierengast ein – Simon Delestre aus Frankreich, der „echt beeindruckt“ von Leipzigs Rahmenbedingungen ist und die Equipe Tricolore durfte mit Penelope Leprevost als Drittplatzierter und Patrice Delaveau sogar zwei weitere Erfolge verbuchen. Die deutschen Springreiter zeigten sich unfreiwillig als gute Gastgeber und überließen die ersten fünf Plätze den Kollegen aus aller Welt. Mit RIDERS TOUR-Sieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) folgte auf dem sechsten Platz der beste deutsche Reiter.
Leipzigs Zuschauer stimmten mit den Füßen ab – wieder kamen mehr als in den Vorjahren. Ein Signal, das bei den wirtschaftlichen Partnern durchaus ankommt. Prof. Dr. Holst, Vorstand der Verbundnetz Gas AG, drückte es ganz unumwunden aus: „Ich verstehe nicht so viel vom Springreiten, aber was ich sehe ist die Begeisterung des Publikums, der Enthusiasmus mit dem eine Veranstaltung wie diese angenommen wird.“
Rund 6.500 Zuschauer tummelten sich tagsüber in den Messehallen eins und drei, zur Sparkassen Sport-Gala am Abend kamen 9000 „Sehleute“ und etliche nutzten auch gleich die Chance, noch mal den Aktionsring in Halle drei zu besuchen und ein bisschen „shoppen“ zu gehen.
Deutsches Duo beim Voltigieren vorn
In der Master Class der Voltigierer zeichnet sich nach dem ersten Umlauf ein deutscher Doppelerfolg ab. Ines Jückstock (Hoisbüttel) dominierte in der Damenkonkurrenz und bei den Herren setzte sich der „Lokalmatador“, der Delitzscher Daniel Kaiser an die Spitze. Das dürfte im entscheidenden zweiten Umlauf nochmal spannend werden, denn der zweimalige Weltmeister Kai Vorberg, der am Freitag Platz drei belegte, dürfte am Samstag nochmal „eine Schippe drauflegen“.
Ungarn erobert Leipzig – Dobrovitz gewinnt Sparkassen-Trophy
Es war sein erster Sieg in Leipzig. Ungarns erfolgreichster Fahrer, Jozsef Dobrovitz, gewann die Sparkassen-Trophy – die Einlaufprüfung zur FEI World Cup Qualifikation der Vierspänner am Sonntag. Kurios: Im November verkaufte Dobrovitz dem Weltmeister Ijsbrand Chardon (Niederlande) drei seiner in der Hallensaison erfolgreichen Lippizaner-Schimmel. Chardon reihte sich (noch) hinter Dobrovitz ein. Genau wie Chardon, der sein Top-Pferd Kelvin, einen braunen Wallach, mit den superschnellen Schimmeln kombiniert, hat neuerdings auch Dobrovitz vorn links einen Braunen im Gespann.
Überhaupt die Fahrer: Christoph Sandmann (Laehden), Weltcupsieger 2008, hat sich beim niederländischen Fahrer Pascal Donders das zehn Jahre alte Fahrpferd Trento ausgeliehen. Trento übrigens ist ein Sohn des Dressur-Vererbers, des Trakehners Gribaldi. Und Theo Timmerman vertraut ganz auf den schnellen Vierspänner seines Landsmanns Edwin Spek…. Das geht wohl nur im Vierspännersport – kaum vorstellbar, dass Michael Schuhmacher Felipe Massa nächstens mal den neuen Mercedes „pumpt“.
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