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Warsteiner Champions Trophy – Interview mit Heinrich-Hermann Engemann

Disziplin-Bundestrainer Heinrich-Hermann Engemann.
Foto: Heinz Kieslich
Warstein. Die Warsteiner Champions Trophy hat die erste Dekade geschafft. Vom 13. bis 15. November findet die zehnte Auflage des nationalen Hallenreitturniers im Warsteiner Reitsportzentrum im Waldpark statt und Reiterinnen und Reiter aus ganz Deutschland sind dabei.
Vor allem aber nutzt auch die junge Generation die Offerte des Hauses Warstein, um sich zu präsentieren. Das freut auch den Disziplin-Bundestrainer Springen Heinrich-Hermann Engemann (Ibbenbüren), dessen Hauptaugenmerk auf der Generation U30 liegt. Der 50 Jahre alte Pferdewirtschaftsmeister, der 2008 im September nach den Olympischen Spielen und nach Platz drei im Weltcup-Finale beendete, trat 2009 gemeinsam mit Bundestrainer Otto Becker sein neues Amt an.
Sind Sie selbst bei Warsteins Champions Trophy an den Start gegangen?
- Heinrich-Hermann Engemann: Ja, das ist ein paar Jahre her. Ich kann aber feststellen, dass sich das Turnier vom Beginn bis heute erheblich gesteigert hat. Am Anfang war der Abreiteplatz noch in einem Zelt untergebracht, inzwischen gibt es die zweite Halle. Insgesamt sind die Bedingungen sehr gut und das Turnier hat ein wirklich gutes nationales Niveau.
Was macht die Warsteiner Champions Trophy darüberhinaus interessant für Reiter?
- Engemann: Mehrere Aspekte spielen eine Rolle: Wie viele Möglichkeiten hat man, die Pferde zu starten, ist das Turnier ein Highlight für Reiter und Pferd oder dienst es dem Aufbau. Professionelle Reiter machen das so, achten darauf wofür sie das Turnier nutzen können und wofür es geeignet ist. In Warstein hat man zudem Kritiken und Anregungen immer wieder aufgegriffen und sich ständig verbessert.
Als Bundestrainer betrachtet man Veranstaltungen ja auch aus einer anderen Perspektive. Wie nutzen Sie die Warsteiner Champions Trophy?
- Engemann: Die Trophy und andere Turniere dieser Art nutze ich als Plattform. Die sind aus meiner Sicht wichtig, weil man dort auch mal Leute unterbringt, die kurz vor der Kaderberufung stehen. Es sind dort Reiter am Start, von denen die jungen Leute lernen können. Und ich muss diese Reiter auch mal in einer bestimmten Umgebung sehen, in einer speziellen Atmosphäre, weil ich wissen möchte wie die damit zurechtkommen.
Können Sie Einfluss auf das Starterfeld nehmen?
- Engemann: Unsere Wünsche – also meine und die von Otto - werden in den seltensten Fällen abgeschlagen. Das gilt für die Turnierszene insgesamt.
Warstein hat die Warsteiner Reitsport-Förderung ins Leben gerufen und ist 2009 auch Standort der K&K Horseconcept Challenge – also viel Nachwuchs am Start. Das muss Sie doch ermutigen?
- Engemann: Wir müssen tatsächlich unser Ausbildungssystem hochhalten, die Jugendlichen müssen gutes, effizientes Reiten lernen und das muss auch überprüft werden, wie zum Beispiel in Warstein. Es gibt so viele Beispiele – wie etwa Marcus Ehning oder Christian Ahlmann – die über genau diesen Weg des guten Reitens dorthin gelangt sind, wo sie jetzt stehen.
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