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Galopp: Gestüt Isarland stellt Zuchtbetrieb zum Januar 2012 ein
Der bayerische Galopprennsport verliert eine seiner traditionsreichsten Institutionen: Wie Gestütsleiterin Ulrike Castle mitteilte, stellt das Gestüt Isarland seinen Betrieb ein. Der Zuchtbetrieb soll bereits im Januar aufgelöst sein. Als Gründe für diesen Schritt nannte Ulrike Castle „weitere Auflagen““ der Stadt München.
Darüber hinaus beklagt Castle die „sich zunehmend schwieriger erweisende Situation im deutschen Galopprennsport“. Obwohl das Gestüt vom Münchner Verein zur Förderung der Pferdezucht e.V. betrieben wird, übt die Landeshauptstadt als Eigentümerin der Immobilie maßgeblichen Einfluss aus.
Zum Vorgehen der Stadt wolle sie sich nicht äußern. Castle verwies jedoch auf das schwierige sportliche Umfeld: Zum einen „wird immer weniger gezüchtet“, zum anderen „sinkt dabei die Decktaxe“. Neben der 59-Jährigen verlieren neun Beschäftigte ihren Arbeitsplatz, „die ich aber alle woanders habe unterbringen können.“
Der 1939 gegründete Zuchtbetrieb am Starnberger See gilt als eines der bedeutendsten Gestüte Deutschlands und brachte mit Monsun den bislang besten deutschen Deckhengst hervor. In Isarland gezogene Galopper zählen regelmäßig zu den Siegern international bedeutender Rennen. Aktueller Deckhengst ist Desert Prince, ein dreifacher Gruppe I-Sieger und 1998 das am höchsten eingestufte Meilenpferd.
Auch sein Abgang steht bereits fest. „Er wird noch heuer in eines der führenden Gestüte Italiens, Allevamenti della Berardenga, gebracht“, so Ulrike Castle.
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