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Galopp: Außer Spesen … - Japan-Träume gingen nicht in Erfüllung
Danedream endete in Tokio nur auf Platz sechs
Japans Spitzengalopper Buena Vista war nicht zu schlagen.
Foto: JAP-Race
Tokyo/JPN. Es hat nicht sein sollen, der Japan-Traum wie eine Seifenblase zerplatzt. Die neue Wunderstute Danedream endete bei ihrem Start im Japan Cup 2011 lediglich auf dem sechsten Platz. Überschwänglich gefeierte Siegerin wurde nach 2.400 Metern vor der gewaltigen Kulisse von über 150.000 Zuschauern die japanische Stute Buena Vista. Nichtsdestotrotz machte die Dreijährige aus Köln auch in der klaren Niederlage auf der Tokioter Rennbahn keine so schlechte Figur und war immerhin noch jener Starter aus Europa, der von allen am weitesten kam.
Japaner eine Hausmacht
Summa summarum wurde es ein kompletter Triumph der Japaner, wobei allerdings lange offen blieb, ob nun Buena Vista unter Jockey Yasunari Iwata gewinnen würde oder Tosen Jordan. Zu guter Letzt setzte sich die Stute noch mit einem Halsvorteil durch. Buena Vista war bereits vor 12 Monaten als Erste im Japan Cup über die Ziellinie galoppiert, doch dann nach einer nicht unumstrittenen Entscheidung der Rennleitung disqualifiziert worden. Jetzt verdiente sie für ihre Besitzergruppe mit Namen „Sunday Racing“ auf einen Schlag umgerechnet mehr als 2,2 Millionen Euro in einer Zeit von 2:24,40 Minuten.
Im Vorfeld zählten sie und Tosen Jordan zu jenen Startern, denen man durchaus zutraute, der Favoritin aus Deutschland Paroli bieten zu können. Doch auch der Außenseiter Jaguar Mail sowie Trailblazer und Win Variation blieben noch vor Danedream, die zwar mit Andrasch Starke im Sattel im Einlauf noch gewaltig Boden gutmachen, allerdings nicht mehr verhindern konnte, dass die ersten fünf Plätze komplett an die japanische Hausmacht fielen. Danedream verfehlte indes den noch mit umgerechnet 217.000 Euro ausgeschriebenen fünften Platz nur um einen Hals.
Mit Startplatz 13 hatte die Dreijährige zweifellos keineswegs die allergünstigen Voraussetzungen vorgefunden, um in der Anfangsphase gleich eine der besseren Ausgangspositionen zu bekommen. Sie ging vielmehr das Rennen von einem der hinteren Plätze aus an, musste in der Geraden aber einfach zu viel Boden gutmachen und fand letztendlich nie einen wirklichen Kontakt nach vorne.
Beste Gästeplatzierung
Andererseits war Danedreams sechster Rang jedoch noch die beste Platzierung aller Gäste. Denn nicht nur Frankreichs Shareta und Sarah Lynx endeten auf den Rängen sieben beziehungsweise zwölf. Darüber hinaus hatte der Amerikaner Mission Approved auf Platz 14 mit dem Ende nichts zu tun.
Mithin bleibt vorerst der große Lando weiter der einzige deutsche Sieger im Japan Cup. Sein Triumph datiert zurück bis in die Saison 1995. Neben Lando hatten nur Daun (1985) als Fünfter sowie Platini (1993) und Caitano (1997), die jeweils Vierter wurden, besser angeschnitten als nun Danedream, die im 16-köpfigen Starterfeld als frische „Arc“-Siegerin gewissermaßen die Zugnummer schlechthin war.
Die umgerechnet 850.000 Euro, die regelmäßig als zusätzliche Prämie ausgeschrieben werden, um den aktuellen Gewinner des Prix de l’Arc de Triomphe nach Tokio zu locken, bleiben also weiterhin im Tresor und mussten auch in diesem Jahr nicht ausgezahlt werden.
Ein kleines Trostpflaster gab es für die von Trainer Peter Schiergen und der Familie Volz vom Gestüt Burg Eberstein angeführten Expedition aus Deutschland insofern jedoch, als die Stute noch ein sogenanntes „Participation Incentive Money“ von 152.000 Euro gutgeschrieben bekommt und somit das Spesenkonto für den Japan-Trip zumindest nicht überstrapaziert wurde.
Bekanntlich hatte vor Danedreams Erfolg im Prix de l’Arc de Triomphe der Japaner Teruya Yoshida für eine ungenannte Summe einen Anteil von 50 Prozent an ihr erworben. Vor diesem Hintergrund darf also durchaus damit gerechnet werden, dass Danedream als Vierjährige noch ein weiteres Mal der aufgehenden Sonne entgegenfliegen und im Japan Cup 2012 einen zweiten Versuch unternehmen wird.
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