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Steffi Hofer kommt zum Derby

Rennreiterin bereits auf dem Wege der Besserung

Hamburg. Sie kann sogar schon wieder ein wenig lächen, dabei hätte Stefanie Hofer allen Grund mit dem Schicksal zu hadern. Statt beim 141. Deutschen Derby als zweite Frau überhaupt im Sattel (von Nordfalke) zu sitzen, liegt die 22-jährige Rennreiterin nach ihrem Sturz am ersten Renntag des Hamburger Derby-Meetings in einem Hamburger Unfallkrankenhaus. Die Diagnose: Schlüsselbeinbruch und eine mehrfach gebrochene Kniescheibe.

"Aber ich komme zur Championatsehrung ins Hamburger Rathaus - und wenn es im Rollstuhl ist", verkündet die Nummer 2 der aktuellen Jockey-Championatsehrung. Dort wird sie als beste Nachwuchsreiterin geehrt, zum dritten Mal im Folge. Auch beim Derby will sie live auf der Bahn dabei sein, "ich hoffe, dass mich einer festhält, damit ich nicht aufspringe, wenn mein Vater mit Zazou gewinnt", stellt sie gleich klar, wem das Daumendrücken natürlich gilt.

An den Sturz von Kite Hunter im Franz Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen kann sie sich nicht mehr erinnern, "das ist vielleicht auch gut so." Im Rennen hatte sich der Sattel von Kite Hunter gelöst, da sei die Stall-Mitarbeiterin wohl beim Satteln etwas zerstreut gewesen ... Stefanie Hofer versucht positiv nach vorne zu schauen: "Ich muss froh sein, dass nicht mehr passiert ist. Alles, was ich jetzt verpasse, kann ich noch nachholen. Ich bin ja noch jung. Wichtig ist, dass alles normal verheilt".

Schmerzen bereitet vor allem der Schlüsselbeinbruch, "da habe ich mich gegen eine Operation entschieden und hoffe, dass es so verheilt".  Gravierender ist aber sicher die Knieverletzung: "Die Kniescheibe ist mehrmals gebrochen, jetzt sind da Drähte drin, damit sie wieder zusammenwächst. In einem halben Jahr kommen die wieder raus. Gottseidank sind kein Bänder kaputt. Drei Monate muss ich mindestens komplett pausieren, kann dann mit dem Aufbautraining beginnen. Aber ich kann das Bein im gestreckten Zustand schon wieder voll belasten" so lautet die schmerzhafte Diagnose.

Viel Zuspruch bekam die junge Rennreiterin von ihren Kollegen, die sie im Krankenhaus besucht haben: "Terry Hellier, Andre Best, Henk Grewe, Alexander Pietsch, Caroline Fuchs ...und Guido Schmitt ist jeden Tag vorbeigekommen, das hat schon geholfen" , berichtet Stefanie Hofer. Auch den Sieg von Combat Zone hat sie gesehen, "das wäre eigentlich meiner gewesen", heißt es lakonisch und dann kann sie sogar schon wieder scherzen: "Wenn ich in der Jockey-Wertung nicht unter den TopTen bleibe, dann fange ich schon früher wieder mit dem reiten an".

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23. Mai 2012

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