Letzte Beiträge
- Lesezeit: „MYTHOS COWBOY“ - ein Buch, in das man sich verlieren möchte (Dienstag, 22.05.2012 - 16:08)
- „Haflinger News“ meldet: Westfalen ohne Zuchtleitung? (Dienstag, 22.05.2012 - 15:50)
- Westf. Pferdestammbuch: Pressemitteilung des Vorstands (Dienstag, 22.05.2012 - 15:33)
- Westf. Pferdestammbuch: Mögliche personelle Änderungen in Sicht? (Dienstag, 22.05.2012 - 13:25)
- Ulla Salzgeber verzichtet auf Deutsche Meisterschaft und Olympische Spiele (Montag, 21.05.2012 - 21:25)
- TV-Einschaltquoten: Deutsches Spring- und Dressurderby, Hamburg (Montag, 21.05.2012 - 08:42)
- München: Fesche Carabiniera toppt mit Eremo del Castegno die Konkurrenz (Sonntag, 20.05.2012 - 22:39)
- Pferd International München: Truppa vor Werth (Sonntag, 20.05.2012 - 19:19)
- Hamburger Derby: Holsteiner Kampf ums Blaue Band (Sonntag, 20.05.2012 - 19:17)
- CAN Schildau: Christoph Dieker gewinnt WM-Sichtung (Sonntag, 20.05.2012 - 19:16)
Sport: Westernlady Corinna Schumacher
Von der Formel 1 zum Westernreiten
Givrins/SUI. Der Name Schumacher wird er in der Regel mit dem Formel-1-Rennfahrer Michael in Verbindung gebracht, der sieben Titel als Fahrer-Weltmeister holte, davon fünf mit Ferrari und zwei auf Renault Benetton.
Corinna und Michael Schumacher.
2006 stieg der 40 Jahre alte gelernte Kfz-Mechaniker und einer der erfolgreichsten Sportler überhaupt aus dem Rennsport aus. Der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass „Schumi“ neben seinen Hobbys Fußball, Kart, Joggen, Tauchen und Swatch-Uhren noch einer ganz besonderen Leidenschaft nachgeht: Gemeinsam mit seiner Ehefrau Corinna hat er sich den Pferden verschrieben – genauer den Westernpferden.
Nicht dass der Eindruck entsteht, es handelt sich Cowboyreiten. Die Rede ist vom Leistungssport, den Corinna Schumacher seit ein paar Jahren mit Erfolg ausübt.
Ob die 867 Bewohner der Gemeinde Givrins, gelegen am Westufer des Genfer Sees, etwas mit Reining anfangen können, ist reine Vermutung. Mit Sicherheit haben fast alle „Givrinois“ die schmucke Reitsportanlage bestaunt, die für Besucher nicht so einfach zu finden ist. Allerdings wäre es profan, das Anwesen „nur“ als Reitanlage zu bezeichnen.
Der offizielle Name lautet „CS Ranch Quarter Horses“, so steht es in Goldlettern am Eingangstor. Ausgerichtet ist der Betrieb auf den Reiningsport, jene Westerndisziplin, die im Jahr 2000 von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) anerkannt wurde und bereits zweimal zum Programm der Weltreiterspiele, 2002 in Jerez de la Frontera und 2006 in Aachen, gehörte.
Sie kennen die „normalen“ Reithallenmaße von 20 x 40 Meter? Dann verdoppeln Sie einfach dieses Maß, das für die Reitfläche des Hallenkomplexes der Ranch von Corinna Schumacher steht – selbstverständlich mit einem Spezialbodenbelag, der ganz auf die Reining ausgerichtet ist. Auch die Zuschauerkapazität soll nicht unerwähnt bleiben: 1400 Personen haben Platz, größtenteils auf Tribünenplätzen.
Gleich neben der 40 x 80 Meter großen Reithalle der Stalltrakt mit heller Räumlichkeit und 26 großzügig gebauten Boxen, alles in warmen Holztönen gehalten. Dazu gehören Sattelkammer, Waschplatz und Solarium. Prunk und Protz, wie vielleicht so mancher Zeitgenosse vermuten könnte, ist auf der gesamten Anlage nicht zu finden. Dafür alle Bauten gut und funktionell konzipiert.
Rund um die Anlage jede Menge Grünflächen und Koppeln, auf denen sich später der vierbeinige Nachwuchs tummeln soll, denn ein Segment der „CS Ranch“ heißt Zucht. Allerdings steht zunächst der Sport in Givrins im Mittelpunkt, bevor die züchterischen Erfolge sich einstellen werden.
Am ersten Juliwochenende vor drei Jahren bestimmten zwei sportliche Ereignisse die Tageszeitungen, zumindest jene in und um Genf herum: Michael Schumacher holte beim Formel-1-Rennen in Indianapolis/USA den Etappensieg für sich und das Team Ferrari, Corinna Schumacher war Gastgeberin des ersten FEI CRI*** in der Südschweiz.
Es bedarf keinerlei sonderlichen Erwähnung, dass es ein gelungenes Event-Debüt der „CS Ranch“ war, bei dem natürlich ganz Givrins hereinschaute. Es war auch so etwas wie ein Tag der offenen Tür, denn Eintritt wurde an den drei Veranstaltungstagen nicht erhoben, und Gesichtkontrollen wie bei anderen Promi-Festivitäten üblich, gab es auch nicht.
Corinna Schumacher gab es zum Anfassen – um es einmal sprichwörtlich zu sagen. Die Gastgeberin bewegte sich locker zwischen den Besuchern, ritt selber ihr Pferd ab, denn sie gehörte auch zum Starterfeld einer Amateurklasse, der NRHA Intermediate mit 18 Reiterpaaren. 209,5 Punkte standen bei der Siegerehrung für den 6. Platz, den sie mit ihrer Quarter Horse-Stute Mandi Mand Jacs (Foto unten) holte.
Für den allgemein sportlichen Part der „CS Ranch“ war bis Ende Dezember 2006 der Australier Martin Larcombe zuständig, der in den vergangenen Jahren die europäische Reiningszene mitprägte. Der Erfolgstrainer kehrte mit seiner Familie wieder auf den Fünften Kontinent zurück, weil seine Kinder schulpflichtig wurden. Dennoch steht für das Training der Schumacher-Pferde weiterhin der Name Larcombe, nämlich mit Schwester Shaura.
„Pferde sind unsere Freunde“ – so heißt ein Anzeigenmotiv der weltweit größten Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals - Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren), mit Corinna Schumacher als Repräsentantin. Ob es um Schlachtpferdetransporte geht oder um misshandelte Pferde in der Türkei, der Name Schumacher steht für engagierte Mithilfe – und zwar hinter den Kulissen.
Auch für das erste türkische Tierschutzgesetz hat sich Corinna Schumacher mit eingesetzt – eine Tatsache, die in der breiten Öffentlichkeit unbekannt ist: „Pferde sind sehr sensible Lebewesen, die viel zu oft schlecht behandelt werden. Sie brauchen unseren Schutz und sie brauchen Fürsprecher“, so Corinna Schumacher.


Beim Eintragungsfeld "NAME" reicht Ihr Vorname.
Ihre einzutragende E-Mail-Adresse wird nicht mit-veröffentlicht.
Wir weisen daraufhin, dass neben dem Eintragungsdatum und der Uhrzeit auch Ihre IP-Adresse gespeichert werden. Diese Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.
Bitte bleiben Sie sachlich. Wir behalten uns vor, beleidigende oder rechtsrelevante Texte zu kürzen bzw. zu entfernen.