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Bundesnachwuchsschampionat der Ponypringreiter

Lea Ercken gewinnt zum zweiten Mal die Höveler Trophy

Verden (fn-press). Titelverteidigung geglückt: Zum zweiten Mal hat Lea Ercken aus Recklinghausen das Bundesnachwuchschampionats der Pony-Springreiter, die Höveler Trophy, gewonnen. Beim Verdener Hallenturnier VER-dinale setzte sich die 14-jährige Westfälin, die wie im vergangenen Jahr Call me Charly gesattelt hatte, im Finale mit Ponywechsel durch. Insgesamt 17,2 Punkte hatte sie am Ende auf dem Konto. Für den in Weser-Ems gezogenen elfjährigen Wallach Call me Charly war es übrigens der dritte Sieg in Folge: 2010 hatte der Braune bereits Christopher Kläsener zum Sieg getragen.

Auf Platz zwei kam in diesem Jahr die Osnabrückerin Julia Schacht mit Tiara (17,0 Punkte), Rang drei ging an den Rheinländer Kai Terhoeven-Urselmans mit Pepijn (16,6 Punkte), Vierte wurde mit 16,1 Punkten Ann-Katrin Dettmer (Porta Westfalica/Westfalen) mit Don Diabolo.

Nach der Einlaufprüfung hatte noch nichts auf eine Titelverteidigung hingedeutet. Mit der Wertnote 7,2 hatten Lea Ercken und Call me Charly hier lediglich Rang 17 von 23 belegt. „Am ersten Tag haben die beiden einfach nicht zu ihrem Rhythmus gefunden“, sagte Bundestrainer Peter Teeuwen (Hanstedt). „Und ein wenig profitiert Lea nun von dem neuen Ausschreibungsmodus: Erstmals werden die Noten aus Einlauf- und Finalprüfung nicht addiert, sondern am zweiten Tag fangen alle wieder bei Null an“.

Und so standen der späteren Siegerin alle Türen offen. Die Wertnote 8,4 gab es für den Ritt mit dem eigenen Pony, die Wertnote 8,8 – und damit die Höchstnote im gesamten Championat – für den Ritt mit Tiara, dem Pony von Julia Schacht. „Hut ab“ lautete das Urteil von Eva Bitter (Münster). „Das war eine ganz coole und sichere Runde. Es sah aus, als ob sich Pony und Reiterin schon seit Langem kennen.“ Den Eindruck hatte auch das Publikum, das den Ritt mit großem Applaus begleitete.

Viel Applaus gab es auch für die Zweitplatzierte und Siegerin der Einlaufprüfung, Julia Schacht, die sowohl mit ihrem Pony Tiara als auch mit Lea Erckens Call me Charly die Wertnote 8,5 erhielt und zwei „sehr kontrollierte und gleichmäßige Runden mit einer guten Einteilung“ zeigte. Der einzige Junge in den Top Vier, der 15-jährige Kai Terhoeven-Urselmans, lieferte ebenfalls zwei „ausgeglichene, überlegte“ Runden ab: Zwei Mal gab es die Wertnote 8,3 – für die Vorstellung des eigenen Ponys Pepjin, und für den Ritt mit Don Diabolo von Ann-Katrin Dettmer. Letztere hatte etwas Pech: Mit ihrem eigenen Pony hatte die 14-jährige amtierende Westfalenmeisterin den Umlauf als Beste bewältigt (Wertnote 8,6) und musste dann auf dem Pony von Kai Terhoeven-Urselmans Platz nehmen. „Mit dem starken Pony fand Ann-Katrin heute noch nicht zur allerletzten Harmonie“, so Eva Bitter. Ein Abwurf kam hinzu, so dass am Ende ‚nur“ die Wertnote 7,5 zu Buche stand.

Insgesamt war der Bundestrainer mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Richtig Spaß machte es offensichtlich auch Eva Bitter, die nicht nur die Notengebung der Richter erläuterte, sondern jedem Teilnehmer gute Tipps für die weitere reiterliche Zukunft mit auf den Weg gab.

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23. Mai 2012

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