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FEI Weltcupfinale: Im Leipziger Hexenkessel gewann Boyd Exell seinen 3. Weltcup-Titel
9.500 Zuschauer feierten die Weltcup-Fahrer mit Begeisterungsstürmen
Ehrenrunde mit "Groom": Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (l.) und der 3-fache FEI Weltcup-Sieger Boyd Exell. |
Leipzig. 2009 und 2010 ist sein Name in der Bestenchronik der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) in der Rubrik Weltcupfinale Fahren gelistet. Nun wird sein Name auch in 2011 verewigt: Boyd Exell aus dem fernen Australien fuhr mit seinem Gespann die Gesamtzeit von 242,12 Sekunden heraus, einschließlich fünf Strafsenkunden für einen Kegelfehler. "Ich wußte, dass es eng werden könnte, denn meine Kollegen sind alle wahre Könner an den Leinen. Heute passte einfach alles, meine Pferde waren in Top-Form und hörten auf die kleinsten Zügelhilfen. Dieser Titel gehört nicht nur mir, sondern in erster Linie meinen vierbeinigen Partnern Bill, Carrington, Lucky und Spitfire", so das Fazit des Weltcup-Gewinner 2011.
Ungarn, die große Fahrernation, kann stolz auf Josef Dobrovitz sein. Der langjährige Profi war mit dem Gespann Conversano VI, Conversano Carlos, Spitfire und Szellö nur 5,4 Sekunden langsamer als Konkurrent Exell, doch auch ihm gehörte die Gunst des Publikums. Wirklich erstaunlich, mit welcher Geschmeidigkeit der ungarnische Leinenführer sein Gespann durch die Messehalle 1 lenkte. Gäbe es einen Publikumspreis, so hätte Dobrovitz gute Chancen, diesen zu gewinnen.
Rang drei im Leipziger Wetcupfinale ging an Isbrand Chardon aus den Niederlanden, er ging mit Illemm Inci, und den Lippizanern Maestoso x-28 Fegyenc und Maestoso -30 Magus auf den Finalkurs. Schnell genug war das Oranje-Gespann, allerdings nicht fehlerfrei, 254,88 Sekunden die Gesamtzeit.
Die Hoffnung auf einen deutschen Weltcupplatz im vorderen Drittel endete für Georg von Stein (Modautal/Odenwald) bereits im ersten Umlauf, einige Zeitfehler warfen das Gespann - Nautilus, Odin, Lando und Rapsodie - zurück. Mit seinem Weltcupstart war der Mannschafts-Bronzemedaillengewinner der Weltreiterspiele in Kentucky dennoch zufrieden, er erhielt für Leipzig erst im letzten Moment die Startgenehmigung, der ursprünglich qualifizierte Christian Plücker (Waldeck) musste wegen Verletzung von zwei seinen Pferden den Start zurückziehen. In der Endwertung reichte es nur für Platz sechs.
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