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CHIO Aachen: Platz zwei für deutsche Vierspänner im Nationenpreis

Aachen (fn-press). Die deutschen Vierspännerfahrer haben eine starke Leistung im Gelände in der Aachener Soers vor 32.000 Zuschauern gezeigt und sich damit den zweiten Platz im Nationenpreis gesichert. Es siegte die Mannschaft aus den Niederlanden, die die Führung nach der Dressur und dem Kegelfahren nicht mehr abgab. Der deutsche Mannschaftsfahrer Christoph Sandmann (Lähden) beendete sein erstes Turnier in dieser Saison mit dem dritten Platz in der Einzelwertung mit 154,34 Punkten.

"Ich bin sehr zufrieden. Mit Platz zwei im Nationenpreis war gar nicht unbedingt zu rechnen, da hier sehr starke Nationen vertreten waren", sagte Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim) nach dem Gelände. Nach der Dressur hatte das deutsche Team noch auf Platz drei hinter den Niederländern und den US-Amerikanern gelegen, nach zwei Null-Runden im Kegelfahren von Christoph Sandmann und Rainer Duen (Friesoythe) schoben sich die Deutschen auf Platz zwei vor. Nach den guten Geländeergebnissen von Sandmann (Platz fünf) und dem dritten Mannschaftsfahrer Michael Brauchle aus Lauchheim (Platz sechs) konnte das Team zwar die Niederländer nicht mehr schlagen, aber sich Platz zwei sichern.

Christoph Sandmann freute sich zusätzlich besonders über seinen dritten Platz in der Einzelwertung. "Das ist ein super Einstand, ich hatte mir zwar schon eine Platzierung unter den ersten Fünf erhofft, aber Platz drei genau wie im Vorjahr ist super", sagte Sandmann nach dem Marathon. Wegen einer Operation am Knie trainiert der Spediteur erst seit zwei Wochen wieder. "Christoph hat direkt ganz stark losgelegt", freute sich auch Meier. Die Einzelwertung gewann Vorjahressieger Boyd Excell aus Australien mit 142,90 Punkte vor dem Niederländer Ijsbrand Chardon (149,19). Der zweite deutsche Mannschaftsfahrer Rainer Duen kam auf Platz neun (173,02) vor Einzelfahrer Dirk Gerkens (Paderborn), der sich mit 173,75 Punkten Platz zehn sicherte.

Mannschaftsfahrer Michael Brauchle zeigte eine starke Leistung im Marathon und schob sich vom 21. Platz noch auf den 14. Rang vor. Ein kleines Problem hatte er in Hindernis fünf. Als seine Pferde nicht die große Holzbrücke heraufwollten, musste er eine extra Runde drehen. Im zweiten Anlauf gelang es dann unter dem lautstarken Applaus des Aachener Publikums. Georg von Stein (Modautal), der zum ersten Mal beim CHIO startete, belegte ebenfalls nach schnellen Zeiten in den acht Hindernissen am Ende in der Kombinierten Wertung Platz 15, nach Dressur und Kegelfahren war es noch Platz 20 gewesen. "Das Gelände ist sehr anspruchsvoll, da dreht sich noch was in der Rangierung", hatte er am Freitagabend prophezeit. Georg von Stein hatte das Problem, dass ihm bei der Verfassungsprüfung am Dienstag ein Hauptpferd herausgenommen worden war, und er somit in allen drei Teilprüfungen mit den vier gleichen Pferden starten musste und nicht wie die anderen Fahrer ein Ersatzpferd einsetzen konnte. Im ersten Hindernis beobachtete er genau, wie sich das Ersatzpferd verhielt. Als es sich gut einfügte, fuhr er danach volles Risiko und das Konzept ging auf - Platz elf im Marathon.

Eine Bestzeit nach der anderen gab der Sprecher in der Aachener Soers für den Niederländer Ijsbrand Chardon durch, der als zweitletzter Fahrer startete. Es reichte aber nicht, um den Führenden Boyd Excell noch den Sieg in der Gesamtwertung abzujagen, aber zumindest in der Teilprüfung Marathon siegte der viermalige Weltmeister Chardon vor dem Weltcup-Sieger der Hallensaison Boyd Excell. Auch Chardon hatte nach der Verfassungsprüfung nur noch vier Pferde im Einsatz.

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23. Mai 2012

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