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Stuttgart: Specialsieg für Isabell Werth und El Santo

Der neunte German Master-Titel für Isabell Werth

Stuttgart (fn-press). Isabell Werth (Rheinberg) und der zehnjährige Ehrentusch-Sohn El Santo haben ihren German Mastertitel verteidigt. Wie im vergangenen Jahr siegte das Paar im Stuttgarter Grand Prix Special in der Schleyerhalle. Platz zwei ging an Monica Theodorescu (Sassenberg) auf dem 13-jährigen Whisper.

Es ist der neunte Mastertitel für Isabell Werth. Von 1996 bis 1999 sicherte sich die fünffache Olympiasiegerin diesen Dressurtitel mit Gigolo FRH, 2006 bis 2008 war ihr siegreicher Partner Satchmo, im vergangenen und in diesem Jahr saß sie im Sattel von El Santo NRW. Mit 77,867 Prozentpunkten setzte sich die 42-Jährige in diesem Jahr an die Spitze des Feldes und kommentierte: „Das war heute eine super Prüfung. Ich bin sehr, sehr zufrieden.“ El Santo, genannt Ernie, mit dem sie in diesem Jahr auch zur EM-Mannschaft in Rotterdam gehörte, zeigte sich mit viel Energie, sprang fehlerfreie Wechseltouren im bedeutenden Vorwärts und war während der gesamten Prüfung voll konzentriert. Die Piaffen ritt Werth bewusst mit Vorwärts-Tendenz und erklärte: „Ich habe seit Rotterdam die Piaffen immer wieder nach vorne aufgelöst und ich denke, man kann den Fortschritt sehen. Dass es noch keine Acht für die Piaffen gibt, ist klar, aber es ist sicher der richtige Weg.“

Zweiter im Special wurde der 13-jährige Welt Hit-Sohn Whisper unter Monica Theodorescu. 2007 und 2009 gehörte das Paar bereits zum deutschen Championatsteam. Bei den Deutschen Meisterschaften in Münster 2010 hatte sich der Fuchs verletzt und musste eine achtmonatige Pause einlegen. In diesem Jahr aber konnte er schon wieder sehr gute Erfolge verbuchen, zum Beispiel den Grand Prix-Sieg in Mailand im Oktober und nun Platz zwei beim German Master in Stuttgart mit 73,733 Prozent. Die Nürnberger Burg-Pokal-Siegerin Blind Date unter Brigitte Wittig wurde Dritte im Special (73,311 %). Mit neun Jahren war die Breitling-Tochter eine der Jüngsten im Starterfeld. Hubertus Schmidt (Borcheln) und der ebenfalls neunjährige Valentino v. Ferro wurden Vierte.

„Premiere“ - der verkürzte Grand Prix Special

Erstmals wurde in Stuttgart der neue Grand Prix Special geritten, die verkürzte Aufgabe, die eigens für olympische Zwecke kreiert wurde. Die Aufgabe soll eine Minute weniger Zeit in Anspruch nehmen als der bisher gerittene Special. Das konnte aber in Stuttgart nicht verifiziert werden. Der Dressur-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Roeser und Turnierchef Gotthilf Riexinger stoppten einen Großteil der Ritte mit und mussten feststellen, dass die Aufgabe im Schnitt nur etwa 20 bis 30 Sekunden kürzer war. „Ich muss zugeben, dass ich den neuen Special, den ich heute das erste Mal geritten habe, nicht so toll finde", erklärte Isabell Werth. "Er ist sehr technisch. Es gelingt einem nicht, die Pferde so zum Strahlen zu bringen wie in dem ‚alten’ Special. Das Herzstück der Aufgabe wurde rausgenommen.“

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23. Mai 2012

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