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CDN Wiesbaden: Fabienne Lütkemeier dominiert EM-Sichtung der Jungen Reiter
Wiesbaden (fn-press). Dominierende Reiterin der ersten offiziellen Europameisterschaftssichtung der Jungen Reiter beim Wiesbadener Pfingstturnier war Fabienne Lütkemeier (Paderborn). Die aktuelle Kür-Europameisterin knüpfte nahtlos an ihre Vorjahrserfolge und den Sieg beim Preis der Besten in Warendorf an, indem sie auch im Schlosspark mit D'Agostino beide Prüfungen - sowohl die EM-Mannschaftsaufgabe, als auch die Kür - gewinnen konnte.
"Die Kulisse hier ist toll, wenn auch nicht so einfach für die Pferde", sagte Fabienne Lütkemeier nach der Kür im Siegerinterview. "Am Anfang, als ich heute eingeritten bin und die Hand für die Musik gehoben habe, da war D'Agostino ganz schön geladen, hat die Ohren gespitzt und alles gesehen", berichtete sie. "Aber dann hat er sich doch ganz auf mich konzentriert." Mit ihren Ergebnissen distanzierte sich die Tochter der ehemaligen Mannschaftswelt- und europameisterin Gina Capellmann-Lütkemeier deutlich von ihren Mitstreitern. In der ersten Prüfung gab es 76,315 Prozentpunkte, in der Kür waren es sogar sagenhafte 81,35 Prozentpunkte - Weltrekord, wie hinter den Kulissen bereits gemunkelt wurde.
"Ob das Weltrekord war, weiß ich nicht. Jedenfalls hat D'Agostino keine Fehler gemacht und war super drauf", lobte die 20-Jährige, die nun auf gute Karten hoffen darf, wenn es um die Verteilung der Fahrkarten zu den Europameisterschaften in Kronberg (20.bis 25. Juli) geht.
Wer mitfährt, darüber wird endgültig nach der zweiten Sichtung in Hagen am Teutoburger Wald entschieden (16. bis 20. Juni), zu der sowohl bei den Jungen Reitern, als auch bei den Junioren noch einmal alle, nach dem Preis der Besten nominierten Paare eingeladen sind. Insgesamt gibt es vier Plätze zu vergeben und dafür machten sich in Wiesbaden gleich mehrere Kandidaten stark.
Zwar mit Abstand auf die Siegerin, doch untereinander nur im Zehntelbereich getrennt, kamen Louisa Lüttgen (19, Kerpen) mit Habitus (71,579), Stella Charlott Roth (20, Alsbach-Hähnlein) mit Diva Royal (71,368), Sanneke Rothenberger (17, Bad Homburg) mit ihren beiden Pferden Deveraux OLD (71,158) und Paso Doble (71,100) und Ann-Kristin Dornbracht (21, Iserlohn) mit Gryffindor in der ersten Prüfung geschlossen über die 70er-Marke hinaus und belegten die Plätze zwei bis sechs."Daran sieht man deutlich, auf welch hohen Niveau unsere Jungen Reiter derzeit unterwegs sind", freute sich Kerstin Holthaus (Stödtlen), Mitglied der Bundesjugendleitung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).
In der Kür war es dann Sanneke Rothenberger - die Jüngste im Starterfeld und altersmäßig eigentlich noch Juniorin -, die am Pfingstmontag in der Kür als letzte Starterin mit Deveraux OLD mit 76,45 Prozentpunkten am dichtesten an die Siegerin Fabienne Lütkemeier aufschloss. Wie diese erhielt sie in der B-Note für den künstlerischen Ausdruck vier Mal Noten über "8" und überrundete damit sich selbst. Denn bis dahin hatte sie bereits mit Paso Doble Platz zwei belegt (75,55). Vierte wurde ihre langjährige Teamkollegin aus Pony- und Juniorenzeiten, Louisa Lüttgen mit Habitus (74,55), die ebenfalls ihre erste Saison als Junge Reiterin bestreitet.
Auf dem fünften Platz landete die aktuelle Deutsche Meisterin der Jungen Reiter, Ann-Kristin Dornbracht (72,85). Mit dem elften und letzten Platz musste sich dagegen Stella Charlott Roth zufrieden geben, die nach ihrem zweiten Platz beim Preis der Besten zu den Favoritinnen im Starterfeld zählte. Doch Diva Royal machte ihrem Namen alle Ehre, benahm sich tatsächlich wie eine Diva und ließ sich nachhaltig vom Umfeld des Dressurvierecks beeinflussen. "Im Grunde hatten die Jungen Reiter ihre Pferde aber gut unter Kontrolle, teilweise sogar besser als 'Großen' im Grand Prix am Vortag", so Kerstin Holthaus.
"Wiesbaden hat für die Austragung der EM-Sichtungen beste Bedingungen geboten. Für die jungen Reiter war es in jeder Hinsicht eine wertvolle Erfahrung, in so einer Atmosphäre reiten zu dürfen - zusammen mit den Topreitern. Dadurch erfährt der Nachwuchssport eine echte Aufwertung, bekommt einen viel höheren Stellenwert,"
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