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Dressur: Michal Rapcewicz gewinnt erneut die Weltcup-Kür in Lipica
Zum zweiten Mal gewann Michal Rapcewicz (Polen) mit Randon in Lipica die Weltcupkür.
Foto: Susanne Müller
Lipica. Mit großem Abstand gewann der Pole Michal Rapcewicz mit seinem Toppferd Randon am Sonntag die FEI Weltcup-Kür beim internationalen Dressurturnier in Lipica.
Mit 73.10 Prozent setzte sich der 27-jährige, der die Hauptprüfung in Lipica auch schon im vergangenen Jahr gewonnen hatte, an die Spitze des Starterfeldes. Seine neue Kür, die er nach den Turnieren in Warschau und Las Vegas zum dritten Mal präsentierte, bestach durch Höhepunkte in den Verstärkungen, den Piaffen und Passagen sowie einer Choreographie, die bis aufs i-Tüpfelchen abgestimmt war. Nachdem Rapcewicz am Freitag auch schon den Grand Prix gewonnen hatte, avancierte er zum erfolgreichsten Reiter des Turniers.
Platz zwei in der Kür ging an den Italiener Piero Sangiorgi mit Flourian (68.25 %), Dritter wurde der Franzose Jean-Philippe Siat mit Greystoke (67.70 %).
Peter Gmoser erfolgreich im Grand Prix Special
Den Grand Prix Special hatte am Samstag der Österreicher Peter Gmoser mit seinem Oldenburger Hengst Cointreau mit 69.208 Prozent für sich entschieden und damit Vorjahressieger Anna Merveldt (Irland) auf Coryolano mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Rang zwei verwiesen (69.125 %). Dritter wurde der Franzose Jean-Philippe Siat mit Tarski van de Zuuthoeve (65.667 %).
Einen guten Eindruck hatte der 38-jährige Burgenländer Gmoser schon am Tag zuvor hinterlassen, als er den zweiten Platz im Grand Prix belegte. Mit einer sehr harmonischen Vorstellung, die nur durch einen Patzer in der ersten Piaffe getrübt wurde, landeten Anna Merveld und Coryolano auf Rang drei (67.149 %).
Uta Gräf: Drei Starts, drei Siege
Gut lachen hatte in Lipica vor allem auch die Deutsche Uta Gräf. Drei Starts, drei Siege – besser ging es nicht. Für die 39-jährige Rheinland-Pfälzerin hat sich der 1000-Kilometer-Trip nach Lipica wahrlich gelohnt. Nach ihrem Sieg im Prix St. Georges am Donnerstag gewann sie am Samstag die Intermediaire I und am Sonntag die Inter I-Kür mit ihrem schwarzen Hengst Le Noir. Über ihre Erfolgsserie freuten sich vor allem auch die Besitzer von Le Noir, Hans und Christiane Herzog.
Beide hatten vor über 30 Jahren das Reiten auf den Lipizzanern in Lipica gelernt und waren seitdem fast jedes Jahr für einen Urlaub ins Stammgestüt der Lipizzaner zurückgekehrt. „Wenn wir hierher kommen, sind wir zu Hause“, erzählte Hans Herzog, der sich schon immer mal vorgenommen hatte, mit einem eigenen Pferd zu einem Turnier nach Lipica zu reisen. „Jetzt haben wir es zum ersten Mal versucht, aber dass es gleich so gut klappt, hätten wir natürlich nicht gedacht“, freute sich der Lipica-Fan aus Deutschland.
Junioren: Kopf-an Kopf-Rennen
Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die Italienerin Vittoria Zaniboni und die Österreicherin Franziska Fries bei den Junioren-Dressurprüfungen in Lipica. Während die österreichische Kaderreiterin Franziska Fries mit ihrem elfjährigen Rappwallach Opal sowohl die FEI Individual Prüfung als auch die FEI Team Prüfung für sich entschied, musste sie sich in der Kür mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Mit einer spritzigen Vorstellung überzeugte dort die erst 16-jährige Italienerin Vittoria Zaniboni mit ihrem Hannoveraner Santorini Hit.
Der noch etwas ungestüme Schimmel von Sandro Hit/Furioso II absolvierte die Lektionen mit einer tänzerischen Leichtigkeit, so dass Vittoria mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,9 Prozent siegte. In den beiden anderen Wettbewerben hatte sie jeweils den zweiten Platz belegt. Rang drei in allen drei Junioren-Prüfungen ging an die Schweizerin Sabrina Ackermann mit dem Westfalen Flint Star.
Bei den Jungen Reitern gingen die Siege in den Team und Individual Prüfungen an den Italiener Riccardo Sanavio mit seinem charismatischen Schimmelhengst Uson Van Essene sowie an die Französin Julie Pellerin mit Word Flash. In der Kür brilliere ebenfalls Riccardo Sanavio, Zweite wurde die Österreicherin Katharina Wünscheck mit Don Aurelio vor ihrer Landsmännin Julia-Vanessa Valentin-Gruber mit Landslide.
Reiter aus 16 Nationen waren bei dem 3-Sterne-CDI im Mekka der Lipizzanerzucht an den Start gegangenen. Beste slowenische Teilnehmerin war die Gestütsreiterin Birgit Sauer Fabris, die mit Maestoso Thais XX Platz sieben in der Grand Prix-Kür errang. Viel Applaus ernteten am Sonntagnachmittag auch die Vorführungen des berühmten Gestüts im slowenischen Karst: Die Schulen über der Erde.
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