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Pferdemuseum Münster: Das Exponat des Monats Oktober ist eine Satteltasche ..
... der deutschen Kavallerie von 1939.
Münster. 1935 wurde die bisherige Reichswehr in die Deutsche Wehrmacht überführt, die dann auch über 13 Kavallerie-Regimenter verfügte.
Bis 1942 waren die Reiter hauptsächlich als Aufklärungs-Abteilungen eingesetzt. Gegen Ende des Kriegs wurden sie zu schlagkräftigen Verbänden zusammengefasst, die besonders in unwegsamem Gelände flexibel einsetzbar waren. Bewaffnet mit leichten und schweren Maschinengewehren sollten sie als "schnelle Feuerwaffe" das Zusammenbrechen der Ostfront aufhalten.

"Packtasche 34" der deutschen Kavallerie von 1939.
Foto: www.pferdemuseum.de
Ein für Reiter und Pferd wichtiges Ausrüstungsstück war die "Packtasche 34", die mit einem Überwurf vorne am Sattel befestigt wurde. Die rechte Tasche enthielt das "Reitergepäck": Laufschuhe, Hemd, Strümpfe, Badehose, Wasch-, Näh- und Putzzeug sowie eine Fleischkonserve. Das "Pferdegepäck" in der linken Tasche bestand aus Kardätsche, Striegel, Deckengurt und dem Kochgeschirr des Soldaten. In der aufgesetzten Hufeisentasche befanden sich zwei Ersatzeisen mit 16 Nägeln, acht Stollen mit Stollenschlüssel und ein Anbindering.
Die ausgestellte Satteltasche wurde 1939 von der "Joseph Moll Lederwarenfabrik" in Goch hergestellt.
Weitere Informationen im Internet: www.pferdemuseum.de

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