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Pferdemuseum: Das Exponat des Monats September ist eine Tonpfeife mit Pferdemotiv
Eine Schenkung aus Holland
Ab dem 16. Jahrhundert verbreitete sich die Sitte des Tabakrauchens in ganz Europa. Das Hilfsmittel zum "Tabaktrinken" waren Tonpfeifen die zu Anfang aus Holland importiert wurden.
Nicht nur um den Bedarf des heimischen Marktes zu bedienen, entstanden im Westerwald, in Sachsen, Niedersachsen und Hessen regelrechte Zentren des Handwerks der Pfeifenbäcker. Hier wurden die Pfeifen aus dem speziellen Pfeifenton, der nach dem Brennen weiß wird, produziert und nach ganz Mitteleuropa exportiert.
Tonpfeife mit Pferdemotiv aus den 1930-er Jahren.
Foto: www.pferdemuseum.de
Die ausgestellte Tonpfeife hat ein Mundstück aus Kautschuk und ist mit einem springenden Pferd verziert, dessen Körper vollplastisch auf dem Pfeifenholm aufsitzt. Die Pfeife wurde in den 1930er Jahren von der 1863 gegründeten Pfeifenfabrik W. Klauer aus Baumbach im Westerwald hergestellt.
Zu dieser Zeit waren Tonpfeifen bereits aus der Mode gekommen und wurden nur noch für die ärmeren Bevölkerungsschichten produziert. W. Klauer & Söhne stellen heute immer noch Tonpfeifen her, auch wenn aus diesen kaum noch geraucht wird. Sie dienen als unverzichtbares Accessoire der Weckmänner und Stutenkerle.
Die Tonpfeife ist eine Schenkung des niederländischen Museums Industrion in Kerkrade.
Weitere Informationen: www.pferdemuseum.de
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