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Pferdemuseum: Exponat des Monats
Die Nasenbremse
Münster. Das Exponat des Monats August ist eine Nasenbremse. Vor der Entwicklung von Beruhigungsmedikamenten waren Nasenbremsen die einzigen Hilfsmittel, um wilde oder sehr aufgeregte Pferde für eine gewisse Zeit ruhig zu stellen.
Sie wurden und werden noch heute eingesetzt, wenn ein Tierarzt oder Hufschmied dem Pferd durch die Bearbeitung oder Behandlung unvermeidbare Schmerzen zufügen muss. Schon aus Tierschutzgründen muss der Einsatz einer Nasenbremse heute auf wirkliche Sonderfälle begrenzt sein, wenn keine anderen Mittel zur Verfügung stehen.
Sie soll Pferde beruhigen, die Nasenbremse.
Foto: www.pferdemuseum.de
Die Strick- oder Oberlippenbremse besteht aus einem kurzen Holzstab, an dem eine Seilschlinge befestigt ist. Das Seil muss mindesten 1 cm dick sein, um Verletzungen durch Einschneiden zu vermeiden. Die Schlinge wird um die Oberlippe des Pferdes gelegt und durch Drehen des Holzstabes soweit zugezogen, dass sie die Oberlippe nur leicht abschnürt, ohne abzurutschen.
Durch abwechselndes Anziehen und Lockern der Bremse entsteht ein kurzer Schmerz, der das Pferd vom eigentlichen Geschehen ablenken soll. So entspannt es sich in der Regel, was in der Literatur auch mit einer Akupressurwirkung der Nasenbremse erklärt wird, durch die beruhigende körpereigene Endorphine (Glückshormone) freigesetzt werden sollen.
Die ausgestellte Nasenbremse ist eine Schenkung des niederländischen Museums Industrion in Kerkrade.
Weitere Informationen im Internet: www.pferdemuseum.de
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