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Tod auf Reiterhof: Westernreiter erstochen
Gewaltverbrechen schockiert Leinach / Ehefrau steht unter Verdacht
Sulzfeld-Leinach (Kreis Rhön-Grabfeld, Bayern). Eine grauenvolle Bluttat schreckte am Donnerstag (1.12.) die Bewohner der unterfränkischen Gemeinde Sulzfeld-Leinach auf. Der 45 Jahre alte Westernreiter Uwe N. (Foto) wurde von seinem Vater auf der Reitanlage mit mehreren tödlichen Stichverletzungen gefunden.
Unter Verdacht steht die drei Jahre jüngere Ehefrau des Opfers, das Paar lebte seit einiger Zeit in Trennung. Die mutmaßliche Täterin wurde festgenommen, auf Grund ihrer psychischen Verfassung erfolgte die Einweisung in ein Schweinfurter Krankenhaus, wo sie von der Polizei bewacht wurde. Laut Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt gab es keine Direktzeugen, nur der Vater des getöteten Westernreiters war unmittelbar vor der Tat auf einen heftigen Streit aufmerksam geworden.
Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen, kann aber noch nichts zu den Motiven der mutmaßlichen Täterin sagen, die am Freitagnachmittag dem Ermittlungsrichter in Würzburg vorgeführt wurde. Nach der richterlichen Vernehmung wurde der Haftbefehl eröffnet, anschließend wurde die Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Laut Obduktionsbericht führten die Stichverletzungen zum Tod des Westerneiters. Noch wird in alle Richtungen ermittelt. Zudem gibt es noch keine Hinweise, ob es eine Affekthandlung oder Vorsatz war.
Uwe N. war ein erfolgreicher Pferdesportler im Westernreiten, dort in der Rinderdisziplin Cutting. Mit seinen Pferden der amerikanischen Rasse Quarter Horses, Boonlight Rosie und Powder Buff Bob, war N. regelmäßig auf vorderen Plätzen zu finden. Geschätzt wurden auch seine Qualitäten als Ausbilder von Ross und Reiter. Im Fachverband, der National Cutting Horse Association e.V. (NCHA), war N. unter anderem als Kassenprüfer und im Schiedsgericht aktiv. Das Gewaltverbrechen war sogar Gesprächsstoff auf einer Cuttinggroßveranstaltung im texanischen Fort Worth, wo unter anderem der Marler Cutting Jürgen Döring am Start ist: „Als am Montagmorgen die Nachricht per SMS ankam, waren wir mehr als geschockt. Uwe war stets ein feiner und verlässlicher Reiterskollege, man konnte sich auf ihn immer verlassen.“
- Aktualisiert: Freitag, 02.12.2011 19:03 Uhr
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