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Heinrich Warnecke: Meister der Mehrspänner lebt nicht mehr
Rostock. Heinrich Warnecke war zusammen mit Albert Gaiser (Schwinkendorf) das Idol des Fahrsports im Norden der ehemaligen DDR. Am 14. November schloss er, einen Monat vor seinem 67. Geburtstag, nach langer schwerer Krankheit viel zu früh für immer die Augen.
In Brenz bei Neustadt-Glewe war seine Wohn- und Wirkungsstätte. Im ehemaligen Volkseigenen Gut (VEG) „Lewitz“" hat er unter der Regie von Ulrich Scharfenorth in der Abteilung Pferdezucht und Sport seinen Dienst versehen und war maßgeblich am Ausbau einer auf hohem Niveau betriebenen Pferdezucht, zu der neben den Schecken, die heute als Rasse Lewitzer geführt werden, auch Warmblutpferde gehörten. Heinrich Warnecke war stets mit von der Partie, wenn der seit 1974 organisierte Pferdesport in Neustadt-Glewe große Schauveranstaltungen durchführte. Seine Aufritte als ungarischer Pferdehirt (Csikos) mit acht Pferden sind unvergessen. Aus diesen Anfängen hat sich unter Führung von OVR Dr. Bockentin eine Fahrerszene entwickelt, zu der neben Heinrich Warnecke auch Dietmar Timm und Manfred Nagel gehörten. Die Gespanne sorgten bei Schauauftritten immer wieder für Bewunderung bei Dressurquadrillen mit je vier Vier- und Sechsspännerzügen sowie Sechser,- Achter-, Zehner- und Fünfzehnerzüge bis hin zur Anspannung von 23 Charakterpferde vor eine Kutsche - alles unter Federführung von Heinrich Warnecke.
Zu DDR-Zeiten war Heinrich Warnecke, dessen Tochter Dorit Wolf ebenso wie seine Enkel Christian und Mathias ebenfalls den Fahrsportvirus geerbt haben, kaum zu schlagen. Von 1980 bis zur politischen Wende war er zehnmaliger Bezirksmeister in Schwerin und nahm mehrfach erfolgreich an DDR-Titelkämpfen und internationalen Turnieren teil. Die gute Verbindung zu Familie Mecklenburg von Canel machte es finanziell möglich, dass Heinrich Warnecke 1990 an der Weltmeisterschaft der Vierspänner in Stockholm teilnehmen konnte. Nach der Wende gehörte er vier Jahre lang dem Zweispänner-Bundeskader des DOKR der FN an. Einige Jahre wirkte er im neu gegründeten Landesverband Mecklenburg-Vorpommern als Disziplintrainer Fahren, bis es seine beginnende Krankheit nicht mehr zuließ.
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