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Wolfgang Müller wird 80
Löbnitz (fn-press). Am 6. Oktober feiert Wolfgang Müller (Löbnitz), einer der erfolgreichsten Dressurreiter der ehemaligen DDR seinen 80. Geburtstag. Dank der Einzelleistungen des elfmaligen DDR-Meisters bei den Olympischen Spielen in Mexiko und München (jeweils 16. Platz) landete die Mannschaft aus dem deutschen Osten den Plätzen vier beziehungsweise fünf.
Bei den Europameisterschaften in Wolfsburg 1969 gewann er im Sattel von Marios gemeinsam mit Horst Köhler mit Neuschnee und Gerhard Brockmüller mit Tristan Team-Silber, ein Jahr später gewann die DDR-Mannschaft bei der WM in Aachen Bronze. Der in Landsberg/Warthe in Schlesien geborene Müller kam nach dem Krieg in der Altmark zum Reitsport. Im einstigen Landgestüt Halle-Kreuz erhielt er in den 50er Jahren als Gestütswärter eine intensive Grundausbildung. Anschließend wechselte er zum Armeesportklub Potsdam von Oberst Kopenhagen geholt wurde. Trainer wie Werner Eggers und Willi Lorenz prägten seine reiterliche Entwicklung. Und als er nach der Klubauflösung mit seinen Pferden Marios und Szemafor nach Löbnitz bei Leipzig zog, legte er keineswegs die Hände in den Schoß, sondern brachte auch den Nachwuchs aufs Treppchen.
35 Titel gewannen seine Schüler bei DDR-Meisterschaften. Zu den bekanntesten und wohl auch erfolgreichsten gehören Anke und Ina Saalbach. Letztere wurde nach der Wende seine Ehefrau und gehört weiterhin zu den besten Dressurreiterinnen im ostdeutschen Raum. Für seine Verdienste im Pferdesport wurde Wolfgang Müller bereits im Jahr 1968 als „Meister des Sports“ in der DDR ausgezeichnet, nach der Wende wurde ihm für seine Leitungen als Reiter und Ausbilder 1998 der Ehrentitel „Reitmeister“ verliehen.
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