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Anton Fischer verstorben
Deutscher Pferdesport trauert um eine große Persönlichkeit
Anton Fischer (†).
Foto: Raimund Hesse
Aachen (fn-press). Am 25. September verstarb im Alter von fast 87 Jahren im sauerländischen Winterberg der ehemalige Vorsitzende des Dressurausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) und langjährige Equipechef der deutschen Dressurreiter Anton Fischer (Würselen). Fischers Wirken hatte größten Einfluss auf den Erfolg des deutschen Dressursports im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts sowie die Entwicklung des Aachen Laurensberger Rennvereins (ALRV), dessen Geschäftsführer und Turnierleiter er war.
Der am 29. September 1924 im hessischen Oberursel geborene selbstständige Kaufmann gehörte ab 1973 dem Dressurausschuss des DOKR an. Ein Jahr später wurde er zum Vorsitzenden des Gremiums berufen. In dieser Funktion gehörte er auch bis 2001 dem Vorstand Sport und DOKR der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) an. Von 1974 bis 2000 war Fischer ständiger Equipechef der deutschen Dressurreiter. In dieser Funktion betreute er die Mannschaften bei nicht weniger als sechs Olympischen Spielen, sieben Weltmeisterschaften und zwölf Europameisterschaften. Mit der fast unglaublichen Anzahl von 83 Medaillen, davon allein 16 bei Olympischen Spielen, dürfte er der erfolgreichste Equipechef aller Pferdesportdisziplinen gewesen sein.
Große Verdienste erwarb sich Anton Fischer auch beim CHIO in Aachen. Von 1968 bis 1974 Technischer Leiter Dressur, war er von 1975 bis 1984 auch Geschäftsführer des Aachen Laurensberger Rennvereins sowie Turnierleiter des CHIO. Von 1981 bis 1998 war Fischer Präsidiumsmitglied und Sportreferent des ALRV. Für seine Verdienste um den Pferdesport wurde Fischer von der FN mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold und 2001 mit der FN-Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. 2002 erhielt er für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
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