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Unser Stall soll besser werden 2011

Ein Paradies für Aufzuchtspferde

Warendorf (fn-press). 30 Bewerbungen, neun Finalisten, vier Sieger: Zum 18ten Mal hatten die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die Fachzeitschrift Reiter Revue International zum bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Unser Stall soll besser werden“ aufgerufen. Neu dabei war der Bereich der  Persönlichen Mitgliedern (PM) der FN, die in diesem Jahr erstmals die Schirmherrschaft der Aktion übernommen hatten. Bundesweit waren Reitställe mit mehr als zehn Pferden aufgerufen, ihre Neu- oder Umbauten vorzustellen. Zum ersten Mal machten drei Aufzuchtsställe mit. Alle drei standen auf dem Siegertreppchen. „Es freut uns, dass sich die artgerechte Pferdehaltung mittlerweile auch in Aufzuchtsställen durchsetzt“, sagte das langjährige Jury-Mitglied und die PM-Vorsitzende, Ruth Klimke (Münster).

Auf den ersten Platz setzte die Fachjury, zu der renommierte Pferdehaltungsexperten wie die Veterinärmediziner Dr. Karsten Zech und Dr. Michael Düe, die FN-Haltungsexpertin Gerlinde Hoffmann oder die Pferdesachverständige Dr. Christiane Müller zählen, den Hof Brüning aus Süstedt-Ochtmannien. Seit 1430 ist der Hof in Familienbesitz, intensiv gezüchtet wird mittlerweile in der dritten Generation. 2010 wurde von den Betriebsleitern Hans-Heinrich und Hannes Brüning ein zukunftsweisender Neubau für 120 Jungpferde errichtet. Die Pferde werden in Zehnergruppen gehalten und dreimal täglich gefüttert. Artgerechte Pferdehaltung wurde auch für die Stuten umgesetzt. Sie leben mit ihrem Nachwuchs in einem Offenstall in einer großen Gruppe. Auf den zweiten Platz setzte die Jury den Waldhof aus Usingen – einen Pensions- und Aufzuchtsstall für ausschließlich männliche Pferde.

Ein Teil der Hengste lebt in großen, hellen und vor allem luftigen Boxen ohne Trenngitter, die in ehemaligen Kuhstallungen eingebaut wurden. Für eine 18köpfige Wallachgruppe wurde außerdem noch ein Aktivstall errichtet. Der kleinste Bewohner ist hier übrigens ein Shetland-Pony, der größte ein Shire Horse. Den dritten Platz teilen sich ein Pensionspferdebetrieb und ein Fohlenaufzuchts-Stall. Das Pferdeparadies Asche aus Petershagen wurde 2009 eröffnet. Die mit 22 Boxen recht kleine Anlage besticht durch ein ungewöhnliches Konzept: Zwischen Stallgasse und Reithalle gibt es keine trennenden Wände, alles ist offen und luftig gebaut. Selbst das Casino hat direkten Zugang zur Reithalle. Auch wenn es aussieht wie Holz, wurde die gesamte Anlage aus Kunststoff gebaut.

Der Fohlenaufzuchtsstall Reisch, der Brüder Wolfgang und Reinhold Reisch, liegt in Renhardsweiler fast am Bodensee. Die Absetzer und Jährlinge leben nach Alter und Geschlecht getrennt in vier verschiedenen Stallungen, die alle nach dem gleichen Konzept gebaut wurden. Die Laufställe sind getrennt in einen Fress-, Liege- und Aufenthaltsbereich.

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22. Mai 2012

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