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Akte T.: Wie peinlich - Eiertanz rund um die Dressur erlebt neuen Höhepunkt

Kommentar zum Thema „Gerollt“ oder „Hyperflexiert“

Welche Noten sollte es für den FN-Eiertanz geben?
Fotomontage: Raimund Hesse
HINWEIS: Laut einem Urteil des LG Offenburg ist ein als Fotomontage hergestelltes Bild zulässig.

Warendorf. Für die Pressemitteilung der FN vom 4. Mai 2012 müsste es eine 10 geben, würde man die Peinlichkeiten rund um Deutschlands Reiterei bewerten. Eine 0, ginge es um Fachlichkeit und Stil. Die Fakten: Endlich! „Toti“ tat’s, (fast) alle atmeten tief durch. In Hagen funktionierte das Duo Rath/Totilas. Man sah wieder den alten Glanz des Ausnahmepferdes, der nach den Weltreiterspielen Kentucky 2010, dort wurde der Hengst unter seinem Ausbilder Edward Gal dreifacher Weltmeister, zum millionenträchtigen Superdeal geführt hatte.

Westf. Pferdestammbuch: Aller Anfang ist schwer - und dieser besonders …

KOMMENTAR zur Delegiertenversammlung

Für Pferdestammbuch-Geschäftsführer und Zuchtleiter Dr. Friedrich Marahrens (l.) und Ex-Vorsitzender Gustav Meyer zu Hartum war der 23. April 2012 ein denkwürdiger Tag. Foto: Raimund Hesse

Münster. Nach vier Monaten und einen Tag -  am 22. Dezember 2011 war die umstrittene Abwahl des damaligen Vorstandsmitglieds Volker Kückelhaus, der im Vorfeld einige Unregelmäßigkeiten aufdeckte und mehr oder weniger die Causa Westfälisches Pferdestammbuch auslöste - können die rund 8000 Mitglieder nach der ordentlichen Delegiertenversammlung erst einmal durchatmen, mit der Hoffnung auf den neugewählten Vorstand, mit Karl Hubertus Freiherr von Beverfoerde an der Spitze. Auch wenn der neue Vorsitzende in der westfälischen Pferdeszene ein relativ unbeschriebenes Blatt ist, bringt er doch viele Voraussetzungen mit, die in Zusammenarbeit mit seinen anderen Vorstandskollegen für einen hoffnungsvollen Neubeginn und -ausrichtung für einen der größten Pferdezuchtverbände Deutschlands stehen. Nur ist es kein leichter Job, denn wie schon der sprichwörtliche Volksmund zu sagen pflegt: „Aller Anfang ist schwer …“

Zum Thema Pferdeausbildung - deutsch oder holländisch?

Gedanken von Sven-Günther Rothenberger: Klassisch oder anders

Bad Homburg. In den letzten Wochen sind wir oft gefragt worden, was wir über die geplante Zusammenarbeit von Matthias Rath und Sjef Janssen denken. Wir versuchen, uns niemals aus der Ferne ein Urteil über andere Reiter zu bilden. Dennoch haben wir uns natürlich unsere Gedanken zu der Kontroverse gemacht, die nun wieder hochkocht.

Kommentar: Bald Sicherheitskappe zum Reitfrack?

Messe: Spoga Horse erfolgreicher denn je, aber …

Köln. Die Spoga Horse schloss am letzten Dienstag nach drei Messetagen hoch zufrieden ihre Pforten. Aussteller- und Besucherplus, so das Fazit der Messeleitung. Deutschlands Pferdesport scheint zu boomen. Dies scheint allerdings nur so, denn für den Erfolg der Messe scheint nicht unwesentlich das Ausland verantwortlich zu sein. Der Auslandanteil auf der Anbieterseite lag bei ca. 65 Prozent und bei 48 Prozent bei den Besuchern. Damit hat die Messe ihren internationalen Führungsanspruch ausgebaut, kann allerdings nicht als Spiegel des deutschen Pferdemarktes gesehen werden.

Passend zur närrischen Zeit: Totilas machts möglich - oder auch nicht

Kommentar: Selbstverständnis ade - Deutscher Bundestrainer macht sich überflüssig

Satirisch in den Mund gelegt: „Dumm gelaufen, mein lieber Holger, dass mein Verband mich zurückgepfiffen hat .. ich wäre nach erfolgreicher Olympia-Mission, gesehen aus meiner Sicht, gerne dein Nachfolger bei der deutschen FN geworden.“ „Ja, Sjef, du hast es treffend gesagt. Du hast das Zeug zum Bundestrainer, weil du mit feinsten Methoden arbeitest, du wärst hier in Deutschland gut aufgehoben, denn viele aus der zweiten Reihe abwärts träumen von einer großen und ruhmvollen Karriere … und Kohle ist in diesem Land genug unterwegs, es wäre für dich ein Job auf Lebenszeit.“ Ob so ein Gespräch zwischen Sjef Janssen (links) und Holger Schmezer denkbar wäre, bleibt dahin gestellt. Fotomontage: Raimund Hesse

Es ist noch nicht lange her, da wurden die Trainingsmethoden der holländischen Nachbarn geradezu verdammt. Tierschutzrelevanz war das Stichwort, wenn ein holländisches Paar mal wieder auf dem Treppchen stand. Ob Rollkur oder die Ausbildung mit „Schuhen“ an der Longe, mit abschätzigem Hochmut wurde über das Reitkönnen der Nachbarnation hergezogen.

Kommentar zum Finale Nürnberger Burgpokal: Ein Hurra auf das neue „Käppi“!

Aus der Perspektive des Betrachters: Wenig Klasse, viel Klamauk!

Frankfurt am Main. War`s das? War das die Cremé der nationalen Dressur-Nachwuchs-Elite mit der Vision, die internationalen Championate für die eigene Nation in Zukunft beflügeln zu können? Nein, die neuerlichen Helden von Frankfurt sind in der überwiegenden Zahl nicht dazu geeignet, den deutschen Dressur-Nimbus aus dem Tal der Tränen zu bugsieren und dem jahrzehntelangen Frohlockungsgedanken im deutschen Dressurlager neue, aufschäumende Glorifizierungen angedeihen zu lassen. Im Gegenteil: Wenn das die Protagonisten sein sollen, die die nationalen Farben in zwei und mehr Jahren auf den großen Vierecken dieser Welt möglichst in Siegerposen repräsentieren sollen, dann gute Nacht, Deutschland! Mithin kann das Resümmee von Frankfurt nur lauten: wenig Klasse, aber viel Klamauk!

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21. Mai 2012

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