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Olympische Spiele Hongkong: FN-Stellungnahme zum "Stevens-Report"

Hannover (fn-press). Bezugnehmend auf eine Online-Veröffentlichung der Fachzeitschrift "St. Georg" vom 23. Oktober unter dem Titel "Geheimprotokoll: Was in Hongkong wirklich geschah" (Der Link zum Onlineportal St. Georg - d. Red. psz) stellt die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) fest:

"Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat am 17. August durch den Deutschen Olympischen Sportbund die "FEI Ethic Panel Recommendations" via Fax zugestellt bekommen. Das FEI Ethic Panel ist auch bekannt unter dem Namen Stevens Commission. Dieser Report der Stevens Commission enthält einen Untersuchungsbericht, der Firma "Quest" sowie konkrete Empfehlungen der Stevens Commission an die FEI, wie mit deutschen Funktionären und Reitern verfahren werden soll, von denen sich einzelne (Springreiter Marco Kutscher, der ehemalige Mannschaftstierarzt Dr. Björn Nolting) eines möglichen Regelverstoßes bei den Olympischen Spielen in Hongkong schuldig gemacht haben sollen, während andere die Interessen des Sportes nicht ausreichend verteidigt haben sollen (Pflegerin Marie Johnson, Chef de Mission Reinhard Wendt, der damalige FN-Generalsekretär Dr. Hanfried Haring, FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau).

Unsere Bemühungen, die Ergebnisse des Reports im Sinne der Transparenz zeitnah zu veröffentlichen und kommentieren zu dürfen, waren bis heute erfolglos. Mehrfach haben wir die FEI telefonisch und schlussendlich am 18. September schriftlich um Erlaubnis zur Veröffentlichung gebeten. Mit dem Hinweis auf strenge Vertraulichkeit, wurden wir mit unserem Anliegen abgewiesen. Dies bedauern wir nach wie vor.

Grundsätzlich begrüßen wir die Einrichtung einer unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung der Regelverstöße von Hongkong. Hierbei ist jedoch festzuhalten, dass die Stevens Commission nur deshalb eingerichtet wurde, weil die FN im Rahmen ihrer Jahrestagung in Nürnberg am 4. Mai 2009 ihre Erkenntnisse zu den Vorfällen von Hongkong bekannt gemacht und den dort anwesenden FEI-Vertretern die Untersuchungsergebnisse übergeben hat. Weitere Dokumente wurden der FEI nachgereicht. Die darin aufgeführten Informationen sind in den letzten Monaten intensiv in der deutschen Öffentlichkeit thematisiert worden. Wir sind der Meinung, dass es daher an dieser Stelle nicht erforderlich ist, auf diese Inhalte erneut einzugehen.

Abschließend ist zu bemerken, dass die Ermittlungen der Stevens Commission der FEI keine neuen Erkenntnisse gebracht haben, die über die Untersuchungen der FN bezüglich der oben genannten Personen hinaus gehen.

Die FN hat im Laufe dieses Jahres intensiv auf die Vorfälle von "Hongkong und danach" reagiert. So wurde nach der Auflösung der Kader und der Einrichtung der unabhängigen DOSB Kommission am 28. Mai 2009, ein Zwölf-Punkte Plan für sauberen Sport am 2. September durch das Präsidium der FN definiert, der im wesentlichen bereits im Jahre 2010 zum Tragen kommt.

Die Beurteilung der Regelverstöße von Hongkong obliegt der FEI."

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18. Mai 2012

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