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Doping: Capsaicin in Schweden erlaubt ...!
FN-Revision beim CAS fraglich?
Stockholm/SWE. Wie ein schwedisches Reitsportmagazin publiziert, enthalte das Pflegemittel „Liniment Blue“ das durchblutungsfördernde Mittel Capsaicin, deshalb haben sich der Traberverband und die Reitsportföderation des Landes entschlossen, das rezeptfrei und stark verbreitete Gel nicht zu verbieten, sondern lediglich empfohlen, dieses Produkt 96 Stunden vor einem Wettbewerbseinsatz nicht mehr anzuwenden. Schweden gilt als Land mit fast den strengsten Tierschutzverordnungen der Welt.
Bekanntlich wurde Olympiastarter Christian Ahlmann (Marl) wegen der Anwendung des ebenfalls capsaicinhaltigen Mittels „Equiblock“ in Hongkong bei den Reiterspielen vom Weltverband, FEI, suspendiert, von der deutschen FN nach Hause geschickt, sofort für alle Turniere gesperrt und für zwei Jahre aus dem Championatskader verbannt.
Inzwischen möchte die FN beim höchsten Sportgericht, CAS, erreichen, dass Christian Ahlmann noch härter bestraft werde, dass nämlich „Equiblock“ unter Doping zu fallen habe und die Sperre mindestens acht Monate dauern solle, wie Christians Vater Georg Ahlmann sagt.
Nach Auffasung verschiedener Juristen könne die FN aber gar keine Revision des Urteils beim CAS erreichen, „weil dazu nur eine Eingabe des Beklagten oder des Klägers, nämlich die FEI, relevant ist“ (Rechtsanwalt Andreas Kleefisch, Münster).
Der „International Court of Arbitration for Sport“, kurz CAS, wiederum ist kein staatliches Gericht, sondern ein Schiedsgericht, das die geltend gemachten Berufungsgründe untersucht, auch Zeugen und Experten anhören kann. Urteile internationaler Verbände können vor dem CAS angefochten werden, der CAS jedoch rollt Verfahren nicht neu auf, sondern prüft lediglich, ob Verfahren und Urteile in den einzelnen Föderationen den entsprechenden Statuten entsprachen.
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